Wiener Börse - ATX gewinnt 0,3 %, Ölwerte gesucht / Telekom Austria nach Zahlen leicht im Plus - Quartalszahlen von Amazon und Tesla sowie EZB-Zinsentscheid am Donnerstag mit Spannung erwartet
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Die Wiener Börse hat am Dienstag mit moderaten Gewinnen geschlossen. Der ATX beendete den Tag mit einem Plus von 0,26 Prozent und 6.528,16 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime stieg um 0,33 Prozent auf 3.213,58 Zähler. Auch an anderen Börsen in Europa ging es leicht nach oben. Die Ölpreisanstiege nach neuen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten belasteten die Börsen am Mittwoch nicht merklich.
Insgesamt gab es nur wenig Bewegung. Viele Anleger dürften derzeit die am Mittwoch nach Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen einiger wichtiger US-Konzerne wie Alphabet und Tesla sowie die am Donnerstag anstehende EZB-Zinsentscheidung abwarten.
Gut gesucht waren angesichts der steigenden Rohölpreise europaweit Aktien der Energie- und Ölbranche. Auch in Wien fanden sich die Titel der Ölwerte SBO (plus 2,5 Prozent) und OMV (plus 1,1 Prozent) unter den größten Gewinnern. Die Aktien der Stromversorger EVN und Verbund stiegen um 1,7 bzw. 1,6 Prozent.
Größere Verlierer gab es am Mittwoch kaum. Aktien der AT&S kamen mit einem Minus von 1,1 Prozent leicht von ihrem 12-Prozent-Kurssprung vom Vortag zurück. Titel des Baukonzerns Porr fielen um 1,0 Prozent.
Wienerberger weiteten die Korrektur vom Vortag noch etwas aus und ermäßigten sich um weitere 0,5 Prozent auf 21,28 Euro. Die Analysten von Berenberg haben ihr Kursziel für die Aktie des Baustoffkonzerns von 34,00 auf 25,00 Euro gesenkt und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.
Telekom Austria nach Zahlen leicht im Plus
Telekom Austria schlossen nach der Meldung von Quartalszahlen am Vorabend mit einem kleinen Plus von 0,21 Prozent bei 9,76 Dollar. Der Telekom-Konzern hat den Umsatz im zweiten Quartal um 4,2 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) wuchs um 4,3 Prozent auf 562 Mio. Der Nettogewinn legte um 16 Prozent auf 176 Mio. zu.
Die Analysten der Erste Group werteten die Zahlen in einer ersten Reaktion positiv. Das operative Ergebnis war zwar etwas schwächer als erwartet ausgefallen, dafür lagen Umsatz und Konzernergebnis über den Prognosen. Insgesamt zeigten die Zahlen, dass das robuste internationale Geschäft der Telekom die Schwäche am Heimatmarkt Österreich kompensieren kann, so die Experten.
mik/sto
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