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Wiener Börse (Mittag) - ATX gut behauptet mit plus 0,2 Prozent / Iran-Krieg und Ölpreisanstiege sorgen weiter für Zurückhaltung - SBO stark gesucht

Die Wiener Börse hat am Mittwoch zu Mittag gut behauptet tendiert. Der ATX hielt zuletzt mit einem kleinen Plus von 0,15 Prozent bei 6.521,28 Punkten. Auch andere Börsen in Europa konnten leicht zulegen. Für Zurückhaltung an den Märkte sorgten dabei weiter der Iran-Krieg und die damit verbundenen Ölpreisanstiege.

Gut gesucht waren in Folge europaweit die Aktien von Ölkonzernen. In Wien legten die Titel des Ölfeldausrüsters SBO 1,9 Prozent zu und waren damit die größten ATX-Gewinner. OMV-Aktien stiegen nur leicht um 0,3 Prozent. Die Ölpreise haben am Mittwoch wegen der anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran weiter zugelegt, der Preis für ein Fass der wichtigen Referenzölsorte Brent stieg am Vormittag auf über 95 Dollar je Fass.

Größere Gewinne verbuchten auch die beiden Stromversorger im ATX. EVN-Aktien legten 1,2 Prozent zu, Verbund stiegen um 1,5 Prozent. Unter den weiteren Gewinnern fanden sich VIG mit einem Kursplus von 1,5 Prozent. Schwach zeigten sich die Bauwerte Porr (minus 0,9 Prozent) und Strabag (minus 0,6 Prozent).

Aktien der BAWAG verloren trotz einer neuen Analystenempfehlung 0,7 Prozent auf 174,30 Euro. Die Analysten der Deutsche Bank haben ihr Kursziel für die Aktie in Reaktion auf die gemeldeten Quartalszahlen von 188 auf 191 Euro erhöht und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.

Wienerberger weiteten die Korrektur vom Vortag noch etwas aus und fielen um weitere 0,37 Prozent auf 21,30 Euro. Die Analysten von Berenberg haben ihr Kursziel für die Aktie des Baustoffkonzerns von 34,00 auf 25,00 Euro gesenkt und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.

Telekom Austria notierten nach der Meldung von Quartalszahlen zuletzt unverändert zum Vortag bei 9,74 Euro. Der Telekom-Konzern hat den Umsatz im zweiten Quartal um 4,2 Prozent auf 1,43 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBITDA) wuchs um 4,3 Prozent auf 562 Mio. Der Nettogewinn legte um 16 Prozent auf 176 Mio. zu.

Die Analysten der Erste Group werteten die Zahlen in einer ersten Reaktion positiv. Das operative Ergebnis war zwar etwas schwächer als erwartet ausgefallen, dafür lagen Umsatz und Konzernergebnis über den Prognosen. Insgesamt zeigten die Zahlen, dass das robuste internationale Geschäft der Telekom die Schwäche am Heimatmarkt Österreich kompensieren kann, so die Experten.

Zahlen präsentierte am Vorabend auch das Telekom-Austria-Spinoff EuroTeleSites. Die Quartalszahlen des Sendemastbetreibers sind nach Einschätzung der Erste-Analysten solide ausgefallen. An der Börse legten EuroTeleSites zuletzt um 1,4 Prozent zu.

Mit Spannung erwartet werden an den Börsen jetzt die am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen der Tech-Schwergewichte Tesla und Alphabet. Impulse könnte auch die am Donnerstag angesetzte Zinsentscheidung der EZB liefern. Ein Zinsschritt wird zwar nicht erwartet, von den begleitenden Kommentaren erhoffen Börsianer aber Hinweise auf die kommenden Entscheidungen der Notenbank.

mik/ger

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