Aktien Frankfurt: Dax legt weiter zu - Airbus-Aktien ziehen an
Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax
nach einem verhaltenen Handelsstart an seine
Vortagesgewinne angeknüpft. Der Leitindex stieg bis zum
Mittwochmittag um 0,7 Prozent auf 25.197 Punkte und kletterte damit
über die 21-Tage-Durchschnittslinie als Indikator für den
kurzfristigen Trend. Gestützt wurde das Börsenbarometer von einem
Kurssprung bei den Aktien des Schwergewichtes Airbus .
Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen
drehte ebenso wie der Dax ins Plus und gewann zuletzt 0,5 Prozent
auf 31.974 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
ging es um 0,3 Prozent nach oben.
Die Anleger blicken bereits gen Vereinigten Staaten, wo nach dem
Handelsende in New York die Berichtssaison mit den großen
Tech-Unternehmen Tesla und Alphabet
aufwarten kann; von IBM gibt es zudem detaillierte
Geschäftszahlen.
Derweil hielt der weiter anziehende Ölpreis die Inflationssorgen der
Anleger wach. Hintergrund sind die anhaltenden Angriffe der
Vereinigten Staaten auf den Iran. In der Nacht auf Mittwoch wurde
erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg in der
Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert.
Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus will seinen Gewinn dank der
starken Nachfrage nach Passagierjets bis 2029 kräftig nach oben
treiben. Laut dem Experten Holger Schmidt von der DZ Bank
implizieren die Mittelfristziele attraktive Wachstumsraten und eine
steigende Profitabilität. Zudem hieß es vom Analysehaus Jefferies,
dass der angekündigte Aktienrückkauf früher als erwartet komme. Die
Anteilsscheine von Airbus gewannen fast sechs Prozent.
Im Dax ragte neben Airbus auch Gea mit deutlichen
Kursgewinnen heraus. Der Anlagenbauer blickt nach einem überraschend
erfolgreichen Quartal optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr.
Mit Blick auf das zweite Jahresviertel sahen Börsianer den
Auftragseingang, den Umsatz und das operative Ergebnis über den
Erwartungen. Damit zogen die Aktien um mehr als fünf Prozent an.
Im Nebenwerteindex SDax machte Friedrich Vorwerk
von sich reden. Auch der Pipeline- und Anlagenbauer
für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen ist nun
zuversichtlicher und hob dank einer deutlich gestiegenen
Profitabilität im ersten Halbjahr seine Gewinnerwartungen für das
Gesamtjahr an. Die Anteilscheine schnellten an der Index-Spitze um
acht Prozent in die Höhe.
Als größter Aktionär von Friedrich Vorwerk profitierte die
Beteiligungsgesellschaft MBB von den guten
Nachrichten des Pipeline- und Anlagenbauers. Diese legte nach einem
starken Lauf im zweiten Quartal ebenfalls die Latte für die
Profitabilität im Gesamtjahr höher. Die Papiere gewannen gut vier
Prozent.
Unter den besten Werten im MDax stiegen die Papiere der Porsche AG
um 3,5 Prozent auf 46,30 Euro. Das Bankhaus Metzler
hatte die Papiere im Zuge eines Analystenwechsels gleich um zwei
Schritte von "Sell" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 31
auf 64 Euro mehr als verdoppelt. Der neue Chef Michael Leiters
wandle den Sportwagenbauer in ein kleineres, aber besseres
Unternehmen um, schrieb der neu zuständige Experte Daniel
Schwarz./la/mis