APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Explosionen in Teheran nach neuen US-Angriffen
Teheran - Das US-Militär hat die elfte Nacht in Folge militärische Ziele im Iran angegriffen. Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation ist auch wieder die Flugabwehr in Teheran aktiviert worden. Im Nordosten der Hauptstadt waren dumpfe Detonationen zu hören, berichtete ein dpa-Reporter. Iranische Staatsmedien sprachen von Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt. Die bisher letzten Angriffe auf Teheran hatte es Anfang Juni gegeben, damals attackierte Israel die Stadt.
Houthi: Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen
Sanaa/Riad - Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz hat nach eigenen Angaben sechs Schiffe im Rahmen ihrer verkündeten "Blockade" innerhalb von 24 Stunden zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Zwei mit saudi-arabischem Rohöl beladene Tanker drehten im Roten Meer um. Sie nahmen am Dienstag Kurs auf den Suezkanal statt auf die Meerenge von Bab el-Mandab, um die jemenitische Küste zu meiden.
Selenskyj entlässt Armeechef Syrskyj
Kiew (Kyjiw)/Wien - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal mit. Der Präsident hatte zunächst trotz Kritik an seinem seit 2024 eingesetzten Oberkommandierenden festgehalten, nachdem er vorige Woche den populären Politiker Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen hatte.
Hitler-Geburtshaus in Braunau ist jetzt ein Polizeizentrum
Braunau am Inn - Das Polizeizentrum im umgebauten Hitler-Geburtshaus in Braunau nimmt seinen Betrieb auf. Nach jahrelangem Ringen um eine adäquate Nutzung wurde das Gebäude äußerlich verändert und innerlich modernisiert. In den vergangenen Wochen hat die Exekutive den Bau nach und nach bezogen, am Mittwoch wird das neue Zentrum feierlich eröffnet - in der Hoffnung, ihm seine Anziehungskraft als "brauner" Wallfahrtsort zu nehmen.
Van der Bellen eröffnet die 80. Bregenzer Festspiele
Bregenz - Präsident Alexander Van der Bellen eröffnet am Mittwoch die 80. Bregenzer Festspiele. Als Herzstück des Festivals feiert am Abend die erste Seebühnen-Inszenierung von Verdis "La Traviata" Premiere. Im Festspielhaus wird ab Donnerstag Leoš Janáčeks Oper "Die Ausflüge des Herrn Brouček" gezeigt. Bis 23. August stehen knapp 80 Veranstaltungen auf dem Programm, 228.000 Tickets sind aufgelegt, 188.000 davon für das Spiel auf dem See. Diese waren bereits zu Ostern ausverkauft.
Deutschförderklasse bringt Viertel der Schüler Jahresverlust
Wien - Ein Viertel der Kinder, die wegen Problemen mit der Unterrichtssprache einer Deutschförderklasse zugeteilt wurden, haben zuletzt im bisherigen System zumindest ein Jahr verloren. Das zeigt eine Auswertung des Bildungsressorts für die APA. Von den 22.800 Schülerinnen und Schülern, die im Schuljahr 2022/23 erstmals den außerordentlichen Status erhalten haben, mussten 22 Prozent einmal und drei Prozent zweimal die Klasse wiederholen. Ab Herbst gelten flexiblere Aufstiegsregeln.
Norwegen gedenkt der Terroranschläge vor 15 Jahren
Oslo - Die Menschen in Norwegen erinnern am Mittwoch an die 77 Todesopfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor 15 Jahren. Auf einer Gedenkveranstaltung sprechen Vertreterinnen von Selbsthilfegruppen und Ministerpräsident Jonas Gahr Støre. Danach werden die Namen der Getöteten verlesen und Kränze niedergelegt. Anschließend gibt es einen Gottesdienst in der Domkirche, zu dem König Harald V. und Königin Sonja erwartet werden. Auch Überlebende kommen zu Wort.
Nächster Anlauf in Brüssel für Russland-Sanktionen
Brüssel/Wien - Die EU-Botschafter nehmen am Mittwoch in Brüssel einen erneuten Anlauf, um das 21. Sanktionspaket gegen Russland fertigzuschnüren. Nach dem Vorschlag für die neuen Sanktionen letzten Monat hatten mehrere Mitgliedstaaten Einspruch gegen verschiedene Maßnahmen erhoben. Zur österreichischen Forderung nach einer rechtlichen Regelung im Hinblick auf die Geschäfte der Raiffeisenbank International (RBI) in Russland habe es zuletzt Bewegung gegeben, hieß es in Ratskreisen.
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red