Devisen: Eurokurs gibt zum US-Dollar etwas nach
Der Kurs des Euro
Am Markt wird trotz der jüngsten Ölpreisentwicklung damit gerechnet, dass die EZB die Leitzinsen an diesem Donnerstag nicht verändert wird. Allerdings steigt nach Einschätzung des Bankhauses Metzler die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbanker angesichts der eskalierenden Lage im Nahen Osten im September wieder aktiv werden müssen. Experten erwarten eine mögliche Zinserhöhung durch die EZB auch erst im September, weil dann neue Prognosen der Notenbank zur weiteren Preisentwicklung vorliegen werden.
"Für die Entwicklung des Eurowechselkurses in den nächsten Wochen dürfte es aber durchaus entscheidend sein, wie falkenhaft die EZB auftritt", kommentierte Thu Lan Nguyen, Volkswirtin bei der Commerzbank. "Denn je stärker sie schon jetzt vor den Inflationsrisiken angesichts einer neuerlichen Eskalation im Nahost-Konflikt warnt, desto sicherer dürfte sich der Markt nicht nur eines Zinsschritts im September sein, sondern die Chance ist hoch, dass er dazu neigt, noch weitere Zinserhöhungen einzupreisen."
Der Iran-Krieg hat sich weiter verschärft. Die USA griffen die neunte Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik an. Teheran meldete Explosionen in mehreren Landesteilen und reagierte wieder mit Vergeltungsangriffen auf Bahrain und Kuwait. Inmitten der Attacken gibt es erstmals seit Tagen aber auch wieder Zeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung. Die Entwicklung der Ölpreise dürften weiterhin auch den Devisenmarkt bewegen, da sich die Ölpreise auch auf die Verbraucherpreise auswirken und damit auf die Geldpolitik der Notgenbanken.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84888 (0,85098) britische Pfund, 185,54 (185,65) japanische Yen und 0,9236 (0,9228) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.001 Dollar. Das waren rund 16 Dollar weniger als am Freitag./jsl/jha/
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AXC0192 2026-07-20/16:42