ROUNDUP: Teures Kerosin kostet Ryanair viel Gewinn - Aktienkurs sackt ab
Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des
Iran-Kriegs hat dem Billigflieger Ryanair
Die Ryanair-Aktie verlor in Dublin zuletzt mehr als sieben Prozent auf 24,11 Euro. Damit wurde sie rund 18 Prozent billiger gehandelt als noch zum Jahreswechsel, aber noch deutlich teurer als zu ihren Tiefständen vom April und Mai. Analysten zeigten sich von dem jüngsten Gewinneinbruch negativ überrascht. Sie hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet.
Europas größte Billigfluggesellschaft hatte zwar 80 Prozent ihres Treibstoffbedarfs preislich abgesichert. Der Preis für die restlichen 20 Prozent habe sich aber mehr als verdoppelt, erklärte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Daher konnte die Gesellschaft den Kostenanstieg nicht ausgleichen, zumal die Kundschaft wegen der allgemeinen Unsicherheit durch den Krieg im Nahen Osten beim Buchen eher zögert.
Zwar beförderte Ryanair im abgelaufenen Quartal 61,3 Millionen Passagiere und damit sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings verkaufte Ryanair die Tickets diesmal im Schnitt sechs Prozent günstiger. In der Folge stieg der Umsatz nur um ein Prozent auf knapp 4,4 Milliarden Euro.
Auch für die wichtige Reisezeit im Sommer versucht die Gesellschaft, die Kunden mit niedrigeren Ticketpreisen als im Vorjahr zu ködern. Entsprechend traut sich Ryanair-Chef Michael O'Leary weiterhin keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027 zu.
"Wir sind gut aufgestellt für ein gutes profitables Jahr, aber es ist zu früh um Zahlen zu nennen", sagte Finanzchef Neil Sorahan der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Für das laufende Geschäftsjahr hat Ryanair den Treibstoffbedarf zu 80 Prozent preislich abgesichert, für das folgende Geschäftsjahr inzwischen zu 15 Prozent, allerdings ein ganzes Stück teurer. O'Leary sieht Ryanair damit im Vorteil gegenüber vielen anderen Airlines.
Unterdessen wartet das Unternehmen weiterhin auf die Auslieferung
der ersten Boeing
Ryanair ist Großkundin von Boeing und erwartet die ersten 15 Maschinen des Typs im Frühjahr 2027. Bis März 2034 sollen insgesamt 300 Exemplare der Boeing 737 Max 10 zur Ryanair-Flotte stoßen.
Die Lieferprobleme der großen Flugzeughersteller Airbus
Hinzu komme die erwartete Übernahme des britischen Billigfliegers
Easyjet
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Relevante Links: Air France-KLM S.A., easyJet plc, Ryanair Holdings plc, Airbus SE, Boeing Company, Deutsche Lufthansa AG