ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax moderat im Plus nach jüngsten Verlusten
Der Dax hat sich am Montag nach
zwei Verlustwochen in Folge zunächst stabilisiert. Der deutsche
Leitindex schwankte im frühen Handel um seinen Schlusskurs vom
Freitag und legte zuletzt um 0,2 Prozent auf 24.868 Punkte zu.
Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen aber ging
es angesichts weiter steigender Ölpreise um 0,5 Prozent auf 31.719
Punkte bergab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
wiederum gewann 0,2 Prozent.
In Frankfurt kehrten wegen der steigenden Energiepreise die Sorgen
der Anleger vor einer Verlängerung der konjunkturellen Delle zurück,
schrieb Andreas Lipkow, Marktanalyst des Handelshauses CMC Markets.
Die Ölpreise wiederum legten wegen des sich weiter verschärfenden
Iran-Kriegs erneut zu.
Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg.
Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und
Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf
Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger
wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das
US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in
der Islamischen Republik.
Die weiter angespannte Lage im Nahen Osten belastete die Aktien der
Fluggesellschaft Lufthansa , die im MDax um 2,4
Prozent fielen. Als negative Nachricht hinzukam ein überraschend
deutlicher Gewinneinbruch bei dem irischen Wettbewerber Ryanair
.
Die Aktien von Salzgitter setzten ihre
Freitagserholung mit einem Gewinn von 1,4 Prozent fort. Zum
Wochenschluss hatte ein kurz vor Handelsschluss veröffentlichter,
optimistischerer Geschäftsausblick den Papieren kräftigen Rückenwind
verliehen.
Unter den besten Werten im Dax stiegen die Anteilsscheine des
Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers Fresenius
um mehr als zwei Prozent. Sie profitierten von einem optimistischen
Ausblick der Analysten der Deutschen Bank auf die anstehenden
Quartalszahlen.
Im Nebenwerteindex SDax hatten die Aktien von
Friedrich Vorwerk mit einem Plus von 7,6 Prozent klar
die Nase vorn. Hier erwies sich ein positiv aufgenommener
Analystenkommentar der Privatbank Berenberg als Antrieb. Experte
Lasse Stueben ist der Ansicht, dass der Markt die Auswirkungen der
geplanten Änderung des Erdkabelgesetzes auf die mittelfristigen
Wachstumsaussichten des Herstellers von unterirdischen
Hochspannungskabeln überschätzt. Das Unternehmen sei gut
positioniert, um vom Wachstum bei der Einführung des deutschen
Wasserstoff-Kernnetzes und der laufenden Modernisierung des
Erdgasnetzes zu profitieren./la/mis