dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 17.07.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: SMA wird erneut optimistischer für 2026 - Aktie springt
hoch
NIESTETAL - Der Photovoltaik-Spezialist SMA Solar hat
im zweiten Quartal nach vorläufigen Berechnungen besser
abgeschnitten als erwartet. Das Unternehmen profitierte dabei von
der Rückzahlung von US-Zöllen sowie der Auflösung von
Wertberichtigungen auf Vorräte, wie SMA am Donnerstagabend
mitteilte. Die positive Entwicklung dürfte sich im zweiten Halbjahr
fortsetzen, SMA erhöhte daher seine Jahresprognose erneut.
ROUNDUP 2: Netflix enttäuscht mit Ausblick - Aktie unter Druck
LOS GATOS - Der Streaminganbieter Netflix erwartet
erneut ein etwas schwächeres Umsatzwachstum. Das Unternehmen stellte
für das laufende Quartal ein Umsatzplus von 11,7 Prozent auf 12,9
Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn von 82 Cent pro Aktie in
Aussicht - beides lag leicht unter den Erwartungen der Analysten.
ROUNDUP: Chinas neuer KI-Riese Moonshot AI fordert US-Dominanz
heraus
PEKING/SHANGHAI - Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei der
Künstlichen Intelligenz (KI) hat China einen neuen Meilenstein
gesetzt. Das vom Tech-Riesen Alibaba unterstützte Start-up Moonshot
AI präsentierte sein neues Sprachmodell "Kimi K3", das nach eigenen
Angaben mit den Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und
Anthropic in einer Liga spielt. Der Launch sorgt in der Branche für
Aufsehen und schürt in den USA Sorgen um den schwindenden
technologischen Vorsprung.
MÜNCHEN - Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson
erhöht nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal seine
Jahresprognose leicht. Zudem geht das Unternehmen von einem
anspruchsvollen aber im Vergleich zu den Vorjahren stabilen
Marktumfeld für den Rest des Jahres aus, wie Wacker am Freitag in
München mitteilte. Deswegen erwartet das Management für 2026 einen
Umsatz von 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro und damit 100 Millionen mehr
am unteren Rand der Bandbreite als zunächst in Aussicht gestellt.
Auch bei der Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit)
zeigt sich der Baumaschinenhersteller zuversichtlicher und geht von
7,0 bis 8,0 Prozent aus, und damit um jeweils 0,5 Prozentpunkte
besser als zuvor.
Geringere Katastrophenschäden: Versicherer Travelers legt zu
NEW YORK - Der US-Schadenversicherer Travelers hat
dank geringerer Katastrophenschäden mehr verdient als im Vorjahr.
Unter dem Strich lag der Gewinn bei 2,2 Milliarden US-Dollar (rund
1,9 Mrd Euro), nach 1,5 Milliarden Dollar im Vorjahr, wie das
Unternehmen am Freitag in New York mitteilte. Dabei lagen die
Katastrophenschäden bei 518 Millionen Dollar und damit deutlich
niedriger als die 927 Millionen Dollar aus dem Vorjahr. Analysten
hatten hier mit gut doppelt so hohen Belastungen gerechnet. Zudem
profitierte das Unternehmen von höheren Netto-Anlageerträgen.
Finanzaufsicht Bafin untersucht Jahresabschluss von Dermapharm
FRANKFURT - Die Finanzaufsicht Bafin hat eine Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts des Arzneimittelherstellers
Dermapharm für das Jahr 2025 eingeleitet. Es lägen
konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass Dermapharm gegen
Rechnungslegungsvorschriften verstoßen habe, teilte die Behörde am
Freitag in Frankfurt mit. Dabei gehe es um eine Abbildung einer
Forderung einschließlich darauf erfasster Zinsansprüche in Höhe von
63,2 Millionen Euro, die möglicherweise fehlerhaft sei, hieß es.
Zudem liegen der Bafin zufolge Anhaltspunkte dafür vor, dass
Geschäftsvorfälle mit einem nahestehenden Unternehmen unzureichend
erläutert wurden. Die Prüfung wurde den Angaben zufolge bereits am
14. Juli eingeleitet.
ROUNDUP: Airbus erhält Milliardenaufträge aus China
KOPENHAGEN - Airbus festigt mit Milliardenaufträgen
seine Stellung auf dem chinesischen Flugzeugmarkt. So bestellen die
Fluggesellschaften Air China und Hainan Airlines beim
weltgrößten Flugzeugbauer zahlreiche Großraum- und Schmalrumpf-Jets.
ROUNDUP: Autobauer Volvo verdient weniger als erwartet - Aktie fällt
kräftig
GÖTEBORG - Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer
Volvo Cars hat im zweiten Quartal wegen des
Preiskampfs in China und steigender Rohstoffkosten noch schwächer
abgeschnitten als befürchtet. Der Umsatz fiel um 17 Prozent auf 77,7
Milliarden schwedische Kronen (rund 7 Mrd Euro), wie das Unternehmen
am Freitag in Göteborg mitteilte. Damit fiel der Rückgang höher aus
als von Analysten erwartet. Die Zahl der verkauften Autos sank um
sechs Prozent auf 171.500 Stück. Zudem verfehlte Volvo mit einem
operativen Ergebnis (Ebit) von 826 Millionen Kronen die Erwartungen
der Experten. Die Aktie rutschte deutlich ab.
VW-Krise bremst Besetzung im Vorstand - Kandidatin von Bosch
WOLFSBURG - VW ist bei der Suche nach einer Nachfolge
für den Personalvorstandsposten Medienberichten zufolge fündig
geworden. Favoritin für das Personalressort sei Erika Rasch, derzeit
Personalchefin beim Zulieferer Bosch, berichten "Correctiv" und
"Handelsblatt". Die Besetzung sei am vergangenen Donnerstag im
Aufsichtsrat aber wegen des Streits um neue Sparmaßnahmen im Konzern
vorerst gescheitert.
Kreise: Bund bereitet Forderungen für Unicredit-Gespräche zur
Commerzbank vor
LONDON - Die Bundesregierung scheint sich zunehmend auf eine
Übernahme der Commerzbank durch die italienische
Unicredit einzustellen. Deutschland bereite aktuell
wesentliche Forderungen für mögliche Gespräche mit der Unicredit
über die Zukunft der Commerzbank vor, schrieb die Nachrichtenagentur
Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute
Personen. Noch seien keine offiziellen Gespräche geplant, doch
dürften diese irgendwann aufgenommen werden. So kommt die Unicredit
einer Commerzbank-Übernahme immer näher: Wie in der vergangenen
Woche bekannt wurde, sicherten sich die Italiener mit ihrer Offerte
fast die Hälfte der Anteile.