Wiener Börse - ATX verliert 0,52 Prozent / Negative europäische Anlegerstimmung - Sehr dünne Meldungslage am heimischen Aktienmarkt
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch mit einer schwächeren Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der ATX fiel zum Sitzungsende um 0,52 Prozent auf 6.471,55 Punkte. Auch an den europäischen Leitbörsen herrschte überwiegend eine negative Anlegerstimmung vor. Die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgt international für Zurückhaltung. Zudem legten die Rohölpreise weiter zu.
Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine sehr dünne Meldungslage vor. Von Analystenseite meldete sich die Wiener Privatbank mit einer bestätigten "Verkaufen"-Empfehlung für die voestalpine-Aktie. Das Kursziel ("Fairer Wert") wurde von 41,50 auf 42,10 Euro leicht nach oben revidiert. Die voest-Titel schlossen mit plus 2,4 Prozent auf 45,54 Euro.
Bei den schwer gewichteten Bankenwerten herrschten überwiegend negative Vorzeichen vor. Die Aktionäre der Raiffeisen Bank International mussten einen Kursverlust in Höhe von 3,2 Prozent verbuchen. Erste Group verbilligten sich um 1,4 Prozent. BAWAG zeigten zum Sitzungsende keine Kursveränderung.
Deutlich tiefer präsentierten sich die Aktien von Versicherungskonzernen. Die Papiere der Vienna Insurance Group rasselten um 2,7 Prozent ins Minus und UNIQA büßten 1,2 Prozent ein.
Unter den weiteren Schwergewichten steigerten sich Wienerberger um 3,8 Prozent. Die Verbund-Aktie knickte 2,6 Prozent ein.
Ins Blickfeld rückte auch eine Konjunktureinschätzung. Das fehlende Vertrauen in ein stabiles Abkommen zwischen den USA und dem Iran hat die Konjunkturstimmung in Österreich wieder eingetrübt. Der UniCredit Bank Austria Konjunkturindikator fiel im Juni auf minus 1,8 Punkte (Mai: minus 1,4). Die Stimmung in der Industrie und im Dienstleistungssektor habe sich verschlechtert, weniger Pessimismus gebe es am Bau, hieß es in einer Aussendung der Bank Austria.
Im zweiten Quartal 2026 dürfte die österreichische Wirtschaft stagniert sein. "Dennoch dürfte das BIP in Österreich im ersten Halbjahr um 0,8 Prozent im Jahresvergleich zugelegt haben", wird UniCredit-Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer zitiert.
ste/mik
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