ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stabil - Nasdaq stark - IBM brechen ein
Der Dow Jones Industrial ist am
Dienstag vor allem aufgrund eines Kurseinbruchs von IBM
kaum vom Fleck gekommen. Dagegen erholten sich die
Technologiewerte an der Nasdaq von ihren klaren Vortagesverlusten.
Positiv auf die Börsenstimmung wirkten die Verbraucherpreise, die
weniger deutlich als erwartet gestiegen waren.
Der Dow schloss mit einem Plus von 0,02 Prozent bei 52.508,27
Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,38
Prozent auf 7.543,59 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100
gewann 1,10 Prozent auf 29.586,29 Punkte.
Der Nahost-Konflikt samt weiter steigenden Ölpreisen bleibt im
Anlegerfokus. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue
Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel sei es, die Möglichkeiten
des Irans weiter zu schwächen, Attacken auf die Handelsschifffahrt
in der Straße von Hormus auszuüben, teilte das zuständige
Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) mit.
Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM und
zurückhaltende Aussagen des Chefs Arvind Krishna belasteten nicht
nur massiv den Aktienkurs des IT-Urgesteins, sondern auch die
gesamte Branche. Die IBM-Papiere brachen um mehr als 25 Prozent ein,
was dem höchsten Tagesverlust aller Zeiten für die Aktien entsprach.
Das Kursminus seit Jahresbeginn beträgt knapp 27 Prozent.
Verluste verbuchten zudem Salesforce (2,1 Prozent),
Adobe (4,3 Prozent), Accenture (2,9
Prozent) und Microsoft (1,6 Prozent).
Der Bankensektor profitierte von überwiegend positiv aufgenommenen
Zahlen. Überraschend hohe Einnahmen aus Zinsen und Wertpapierhandel
brachten den großen Geldhäusern der USA im zweiten Quartal
unerwartet viel Gewinn. Das größte Institut JPMorgan
erzielte dank seiner Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa
sogar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte.
Auch bei Goldman Sachs , Wells Fargo
und Bank of America ging es überraschend stark
aufwärts.
Die JPMorgan-Aktie gewann 2,5 Prozent. Für das Papier von Goldman
Sachs ging es an der Spitze des Dow sogar um 9,0 Prozent nach oben.
Die Papiere von Bank of America gewannen 1,9 Prozent. Die
Anteilscheine von Wells Fargo drehten dagegen ins Minus und verloren
2,7 Prozent. Auch die Kennziffern von Citigroup
fielen deutlich stärker aus als von Experten gedacht. Allerdings
sackte die Aktie im Zuge der folgenden Analystenkonferenz deutlich
ab und notierte 5,3 Prozent im Minus. Experten zufolge hatte die
Unternehmensführung Stellenstreichungen und zusätzliche
Investitionen angekündigt. Dies könnte im Jahresverlauf die Kosten
steigen lassen.
Der US-Fahrdienstvermittler und Lieferdienst Uber
befindet sich mittlerweile in fortgeschrittenen Übernahmegesprächen
mit dem deutschen Essenslieferanten Delivery Hero ,
wie Delivery Hero am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Die
Amerikaner wollten das Unternehmen dabei spürbar höher bewerten als
es zuletzt an der Börse wert war, berichtete die Nachrichtenagentur
Bloomberg unter Berufung auf Insider. Uber wolle noch diese Woche
eine Einigung mit Delivery Hero erzielen. Die Uber-Aktien verloren
2,9 Prozent.
Die Aktien von Lucid verloren nach Bekanntwerden
eines Berichts über die Prüfung strategischer Optionen durch den
US-Elektroauto-Hersteller 16 Prozent. Zuvor waren die Titel mehrfach
vom Handel ausgesetzt und hatten in der Spitze 55 Prozent eingebüßt.
Einem Medienbericht zufolge arbeitet der Hersteller von
Elektrofahrzeugen mit einem Berater für
Unternehmensumstrukturierungen zusammen und prüft verschiedene
Optionen - darunter die Anmeldung eines Insolvenzverfahrens nach
Chapter 11 oder den Rückzug von der Börse. Das Unternehmen wies den
Bericht allerdings zurück./edh/he