dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 14.07.2026 - 15.15 Uhr
IT-Unternehmen IBM erlöst im Quartal weniger als erwartet - Aktie
rutscht ab
ARMONK - Das IT-Unternehmen IBM hat im zweiten
Quartal ein verändertes Investitionsverhalten von Kunden zu spüren
bekommen. Der Umsatz legte im zweiten Quartal laut vorläufigen
Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden US-Dollar zu, wie
das Unternehmen überraschend am Dienstag bei Vorlage von vorläufigen
Quartalszahlen mitteilte. Analysten hatten hier mit deutlich mehr
gerechnet. Dabei kletterten die Erlöse mit Software um 5 Prozent.
Der Erlös mit Infrastruktur ging hingegen um 7 Prozent zurück. Der
bereinigte Gewinn je Aktie zog um fünf Prozent auf 2,93 Dollar an.
Die IBM-Aktie rutschte im vorbörslichen US-Handel um über ein
Fünftel ab und belastete Software-Aktien wie die von Microsoft
und SAP .
ROUNDUP: Vossloh senkt Ziele für 2026 - Aktie verliert kräftig
WERDOHL - Der Bahntechnikkonzern Vossloh zeigt sich
aufgrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten
etwas vorsichtiger für das laufende Jahr. Vossloh könne sich den
aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklungen nicht vollständig
entziehen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am
Montagabend mit. Die Ziele für das Gesamtjahr senkte der Konzern.
Das kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor im frühen
Dienstaghandel zuletzt fast zehn Prozent auf 56,25 Euro.
ROUNDUP: Evotec gibt Gewinnhoffnung auf - Aktie rutscht ab
HAMBURG - Der Wirkstoff-Entwickler Evotec senkt wegen
nun erwarteter Umsatzverschiebungen und geringerer Erlöserwartungen
seine Jahresziele deutlich. 2026 sei mit einem Umsatz von 570 bis
610 Millionen Euro zu rechnen, teilte das im SDax
notierte Unternehmen bereits am späten Montagabend mit. Zuvor war
Evotec von 700 bis 780 Millionen Euro ausgegangen. Der bereinigte
Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nur noch
bei minus 70 bis minus 105 Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte der
Konzern noch auf 0 bis plus 40 Millionen Euro gehofft. An der Börse
kamen die Neuigkeiten gar nicht gut an.
JPMorgan erzielt höchsten Quartalsgewinn der Geschichte - Aktie gibt
nach
NEW YORK - Sprudelnde Einnahmen in fast allen Geschäftsfeldern haben
der größten US-Bank JPMorgan im zweiten Quartal
überraschend einen Rekordgewinn beschert. Dank Sondereinnahmen aus
der Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa sprang
der Überschuss im Jahresvergleich sogar um 41 Prozent auf knapp 21,2
Milliarden US-Dollar (18,6 Mrd Euro) nach oben, wie das Geldhaus am
Dienstag in New York mitteilte. Aber auch ohne diesen
Visa-Sonderposten von 4,6 Milliarden Dollar übertraf JPMorgan die
durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Bankchef Jamie Dimon
erwartet für 2026 jetzt noch höhere Zinserträge als zuletzt.
Goldman Sachs verdient noch mehr als gedacht - Aktie legt zu
NEW YORK - Ein boomender Handel mit Aktien und Anleihen hat der
US-Investmentbank Goldman Sachs im zweiten Quartal einen
überraschend hohen Gewinnsprung beschert. Mit gut 6,6 Milliarden
US-Dollar verdiente das Geldhaus rund 78 Prozent mehr als ein Jahr
zuvor, wie es am Dienstag in New York mitteilte. Dies lag vor allem
an dem kräftigen Anstieg der Einnahmen auf breiter Front: Die
gesamten Erträge der Bank wuchsen um 39 Prozent auf 20,3 Milliarden
Dollar. Am Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten zunächst gut an: Die
Goldman-Sachs-Aktie gewann im vorbörslichen US-Handel rund zwei
Prozent an Wert. Analysten hatten sich bei Erträgen und Gewinn
deutlich geringere Zuwächse ausgerechnet.
ROUNDUP: Drägerwerk wird etwas optimistischer für 2026 - Aktie legt
zu
LÜBECK - Das Medizintechnik-Unternehmen Drägerwerk
blickt nach einem guten zweiten Quartal etwas zuversichtlicher auf
das laufende Geschäftsjahr. Von April bis Juni konnte der Konzern
Umsatz und operatives Ergebnis deutlich steigern. Die Jahresprognose
für die operative Marge hob der Konzern am unteren Ende der Spanne
etwas an. Bei Anleger kam dies gut an. Die Drägerwerk-Aktie legte am
Dienstag im frühen Handel zuletzt um 1,4 Prozent auf 86,40 Euro zu.
ROUNDUP: Netzwerkausrüster Ericsson verdient weniger - Aktie fällt
STOCKHOLM - Der Netzwerkausrüster Ericsson hat im
zweiten Quartal auch wegen gestiegener Kosten weniger verdient.
Zudem fiel der Umsatz. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) sank um sieben
Prozent auf knapp 6,9 Milliarden schwedische Kronen (rund 623
Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.
Branchenexperten hatten hier im Schnitt einen Tick weniger erwartet.
US-Bundesstaaten wollen Warner-Übernahme stoppen
SACRAMENTO - Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die
Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers
durch den Konkurrenten Paramount zu verhindern. Der
Zusammenschluss der zwei Schwergewichte werde unter anderem höhere
Preise sowie weniger Filme und TV-Sendungen zur Folge haben,
kritisierte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta.
ROUNDUP: VW-Lkw-Holding Traton verdient operativ mehr als erwartet
MÜNCHEN - Die VW -Nutzfahrzeugtochter
Traton hat beim Gewinn für das abgelaufene Quartal
besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Das bereinigte
operative Ergebnis habe im zweiten Jahresviertel bei 957 Millionen
Euro gelegen, teilte das im MDax notierte Unternehmen
am Montagabend mit. Die bereinigte operative Rendite habe somit 8,1
Prozent betragen. Beides liege deutlich über der aktuellen
Markterwartung. Die Aktie legte am Dienstag um bis zu 3,1 Prozent
zu. Zuletzt notierte sie mit 0,6 Prozent im Plus, nachdem sie zuvor
leicht ins Minus gedreht war.
ROUNDUP: Shelly steigert Umsatz weiter kräftig - Aktie legt zu
SOFIA/MÜNCHEN - Der Technologiekonzern Shelly hat
seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal fortgesetzt. Im gesamten
ersten Halbjahr wuchs der Erlös mit eigenen Geräten und damit
verbundenen Dienstleistungen im Jahresvergleich um 27 Prozent auf
68,3 Millionen Euro, wie der bulgarische Anbieter von Lösungen im
Bereich Internet der Dinge und Smart Home bereits am Montag nach
Börsenschluss mitteilte. Damit fiel die Steigerung noch etwas höher
aus als im ersten Quartal. An der Börse kam das gut an.
Hapag-Lloyd erhöht Jahresprognose wegen höherer Transportpreise
HAMBURG - Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd
hat wegen gestiegener Transportpreise und zuletzt
hoher Nachfrage die Jahresprognose erhöht. Das teilte das Hamburger
Unternehmen am Montagabend in einer Ad-hoc-Mitteilung mit.
Hapag-Lloyd erwartet nun einen Gewinn vor Zinsen und Steuern
zwischen 0,1 Milliarden und 1 Milliarde Euro. Zuvor hatte die
Linienreederei mit einem operativen Ergebnis zwischen -1,3 und 0,4
Milliarden Euro gerechnet.