Banken wollen Russland-Garantien von Linde zurück
Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein erster
Prozess um millionenschwere Zahlungen im Zusammenhang mit einem
gescheiterten Gasprojekt in Russland begonnen. Die Deutsche Bank
Hintergrund ist das geplatzte Großprojekt einer Gasverarbeitungsanlage bei St. Petersburg, das Linde und RCA gemeinsam umsetzen wollten. Nach dem Beginn des Ukraine-Krieges stoppte Linde das Projekt, um westliche Sanktionen nicht zu verletzen. Eine Vorauszahlung von 1,2 Milliarden US-Dollar zahlte der Konzern aber nicht zurück, sodass sich die Russen bei den Bürgschaftsbanken schadlos hielten und nach Prozessen in Russland entsprechende Beträge beschlagnahmten.
Fünf Bürgschaftsbanken betroffen
Laut einer Aufstellung des "Handelsblatts" geht es insgesamt um 1,11
Milliarden Euro Verlust bei den fünf Bürgschaftsbanken
Hypovereinsbank, BayernLB, Deutsche Bank, Commerzbank
In der Verhandlung ließ die Vorsitzende Richterin die vorläufige Einschätzung erkennen, dass die Bank ihrer Ansicht nach nicht für das Risiko einstehen müsse. Ein Sprecher des Kreditinstituts begrüßte die Ausführungen, wollte sich darüber hinaus aber nicht weiter zu dem laufenden Verfahren äußern. Das Gericht vertagte sich nach der Anhörung auf den 20. Oktober. Gegen ein Urteil wäre Berufung möglich (Az. LG Frankfurt 2-12 O 29/25)./ceb/DP/men
ISIN DE000CBK1001 DE0005140008 US3682872078 IE000S9YS762
AXC0151 2026-07-14/13:56
Relevante Links: Deutsche Bank AG, Commerzbank AG, Linde plc, Gazprom PJSC _old_ 20211018