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Wiener Börse (Mittag) - ATX legt um 0,52 Prozent zu / Iran-Krieg weiter im Fokus - voestalpine an der ATX-Spitze

Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitag weiter im Plus gezeigt. Der heimische Leitindex ATX legte gegen Mittag um 0,52 Prozent auf 6.490,44 Punkte zu. Der ATX Prime gewann ebenfalls 0,52 Prozent auf 3.192,15 Zähler. Der Handel an den europäischen Leitbörsen verlief größtenteils ruhig.

Ein große Rolle am Aktienmarkt spielt weiterhin der Iran-Krieg. Trotz der Angriffe gegen den Iran arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter. In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran gestartet. Die US-Regierung begründete das mit dem Beschuss von Handelsschiffen, den die USA Teheran zuschreiben. In der Folge meldeten Verbündete der USA am Persischen Golf wie Kuwait und Bahrain feindlichen Beschuss. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran zuletzt mehrfach gedroht und den Sinn weiterer Gespräche öffentlich in Zweifel gezogen.

An der ATX-Spitze thronen die Aktien von voestalpine mit einem Plus von 6,32 Prozent auf 43,38 Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der voestalpine. Auch das Kursziel in Höhe von 60,00 Euro wurde von Analyst Bastian Synagowitz unverändert beibehalten. Laut Marktbeobachtern stufte zudem die US-Bank JPMorgan die voestalpine von "Underweight" auf "Overweight" hoch.

OMV legten um 1,02 Prozent auf 59,60 Euro zu. Die Analysten von UBS bestätigten ihr Kursziel für die OMV-Aktie von 63 Euro. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analyst Joshua Stone unverändert gehalten. Die UBS-Analysten verweisen angesichts des jüngsten Trading-Updates auf solide Quartalszahlen der OMV.

Der Werte von Porr fielen um 9,82 Prozent auf 39,05 Euro. Der Großaktionär IGO Industries veräußere vier Prozent der Porr-Aktien, teilte der Baukonzern in der Früh mit. Dadurch steige der Streubesitz auf 56,6 von zuvor 52,6 Prozent. Der Anteil des aus IGO und der Strauss-Gruppe bestehenden Syndikats sinke auf 43,4 Prozent, wobei die Kontrollverhältnisse unberührt blieben. Porr-Chef Karl-Heinz Strauss erhofft sich von dem Schritt eine liquidere Aktie. Das gilt ebenso für eine höhere Attraktivität für Anleger.

Die Konsolidierungsmaßnahmen der Regierung, die diese Woche mit dem Budget beschlossen werden, treffen bei Unternehmen vor allem den Bankensektor. Zu diesem Schluss kommt die Nationalbank (OeNB) in einer am Freitag veröffentlichten Analyse. Dennoch waren die schwer gewichteten Bankenwerte gut gesucht. So stiegen die Aktien von RBI, Erste und BAWAG um bis zu 0,55 Prozent.

Unternehmen sind laut der Analyse von den Konsolidierungs- und Offensivmaßnahmen je nach Wirtschaftsbereich unterschiedlich betroffen. Am stärksten ins Gewicht fällt die Bankenabgabe, für den Finanzsektor erhöht sich die Steuerbelastung insgesamt um 1,3 Prozent der Bruttowertschöpfung. Bei den anderen Branchen ergibt sich eine Entlastung zwischen 0,2 bis 0,4 Prozent. Die Senkung der Lohnnebenkosten begünstigt besonders Unternehmen mit hoher Lohnsumme, in Industrie, Handel, Bau, im Bereich Erziehung/Unterricht und Gesundheits- und Sozialwesen. Die progressive Körperschaftsteuererhöhung trifft dagegen vor allem die Sektoren Energie, Handel, Finanz- und Immobilien, die FLAF-Pflicht für ältere Unternehmen besonders Kommunikation und öffentliche Verwaltung.

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