Google-Standort in Kronstorf dürfte deutlich größer werden / Weitere Ausbaustufen zur Genehmigung eingereicht - Kritik von Umweltschützern
Der geplante Google-Standort in Kronstorf (Linz-Land) dürfte deutlich größer werden als bisher angenommen. Der Konzern hat laut Medienberichten weitere Ausbaustufen bei der Gemeinde und der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land zur Genehmigung eingereicht. Gemäß diesen Plänen soll das Datencenter rund zweieinhalbmal so groß werden wie bisher vorgesehen, der Jahresverbrauch an Strom dürfte im Endausbau bei rund 1,5 bis 2 Terawattstunden liegen.
Nach 18 Jahren Planung war Ende April der Spatenstich für ein Datencenter in Kronstorf gesetzt worden. 2027 ist die Eröffnung vorgesehen, 100 neue Arbeitsplätze sollen laut Google entstehen. Die Maximalkapazität für den Strombedarf betrage 150 Megawatt, hieß es damals. Nun wurden aber weitere Pläne eingereicht, die das gesamte 50-Hektar-Areal umfassen und den Standort zu einem der größten innerhalb des Konzerns machen sollen. Kolportiert wird ein Investment in Milliardenhöhe.
WWF sieht "Boden- und Energiefresser-Projekt"
Die Umweltschutzorganisation WWF fordert strenge Umweltauflagen, denn "es handelt sich schließlich um eines der größten Boden- und Energiefresser-Projekte des Landes", so WWF-Bodenschutzsprecher Simon Pories. Vor einer weiteren Genehmigung müssten der gesamte Flächen-, Strom- und Wasserbedarf sowie die Auswirkungen auf das Stromnetz und die Region vollständig offengelegt und unabhängig bewertet werden.
Eine regionale Bürgerinitiative hat zu einer Kundgebung für den 17. Juli um 15 Uhr an der Baustelle aufgerufen. Sie fordert u. a. die "bedingungslose Offenlegung aller Verträge und Deals zwischen Politik und Tech-Konzernen ab dem ersten Tag sowie ehrliche Gesamtprüfungen zu Lärm, Verkehr und Netzsicherheit", zudem Schutz vor Lärm und negativen Auswirkungen auf das Mikroklima durch die Abwärme.
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