Der Rüstungszulieferer Vincorion
profitierte weiterhin kräftig von den höheren Wehrausgaben
westlicher Staaten. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im
Jahresvergleich um fast 45 Prozent auf 81,2 Millionen Euro, wie das
Unternehmen am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Für
das erste Halbjahr stünden damit 150,2 Millionen Euro Umsatz in den
Büchern. Die Jahresziele bestätigte das im Nebenwerteindex SDax
notierte Unternehmen. Die Aktien legten auf die
Nachrichten etwas zu auf 18,35 Euro.
Demnach erwartet der Vorstand für einen Konzernumsatz zwischen 280
und 320 Millionen Euro sowie eine um Sondereffekte bereinigte
Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern zwischen 18 und 19 Prozent. Die
kompletten Halbjahreszahlen will Vincorion am 13. August
veröffentlichen.
Vincorion war Ende März zu einem Ausgabepreis von 17 Euro je Aktie
an die Börse gegangen. Die Firma gehörte bis 2022 zum Thüringer
Technologiekonzern Jenoptik , dann übernahm der
britische Investor Star Capital das Unternehmen. Für die Briten war
das ein gutes Timing, da die Nachfrage nach Rüstungsgütern rasant
anstieg. Mit dem Börsengang machten sie Kasse, blieben in der Folge
aber Hauptaktionär./mis/stk