Aktien New York Ausblick: Dow stabil erwartet trotz neuer Angriffe in Nahost
Trotz zunehmender militärischer
Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran werden die
US-Aktienmärkte am Donnerstag moderat im Plus erwartet. Eine
Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Dow
Jones Industrial 0,03 Prozent höher auf 52.365
Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG
1,05 Prozent im Plus bei 29.560 Zählern.
Nach den massiven Luftangriffen des US-Militärs wächst im Iran die
Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die USA bombardierten
nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite
Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Die Revolutionsgarden, Irans
einflussreiche Militärorganisation, reagierten erneut mit
Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in den beiden mit Washington
verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain.
Allerdings erklärte US-Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr
vom Nato-Gipfel, der Iran habe Kontakt aufgenommen und wolle
"unbedingt ein Abkommen schließen". Der Iran hat sich jedoch noch
nicht zu neuen Gesprächen geäußert.
Für die Aktien von Pepsico ging es im vorbörslichen
Handel um 2,2 Prozent abwärts. Der Lebensmittel- und
Getränkehersteller hatte für das zweite Quartal einen unerwartet
hohen bereinigten Gewinn je Aktie ausgewiesen. Allerdings musste das
Unternehmen einen Umsatzrückgang von zwei Prozent im
nordamerikanischen Lebensmittelgeschäft hinnehmen. Zudem
überschattet Analysten zufolge der Konflikt der USA mit dem Iran den
Ausblick des Brauseproduzenten.
Die Papiere von Levi Strauss verloren nach
Quartalszahlen und Ausblick vorbörslich 4,5 Prozent. Die Anleger
seien vom Ausmaß des verbesserten Jahresausblicks des
Jeans-Herstellers enttäuscht gewesen, obwohl der Quartalsgewinn die
durchschnittliche Analystenschätzung übertroffen habe, hieß es. Levi
Strauss meldete für das zweite Quartal ein Umsatzplus von 8 Prozent
und einen bereinigten Nettogewinn von 110 (Vorjahr 89) Millionen
US-Dollar.
Die Anteilsscheine von Ionis Pharmaceuticals brachen
vorbörslich um 21 Prozent ein. Als Grund dafür wurde eine
gescheiterte Spätphasenstudie für das gemeinsam mit Astrazeneca
entwickelte Medikament Wainua genannt, das
Herzprobleme bei Patienten mit einer seltenen Herzerkrankung nicht
verhindern konnte. Die Titel von Alnylam Pharmaceuticals
, Hersteller eines konkurrierenden Medikaments gegen
Kardiomyopathie, schnellten um 18 Prozent hoch./edh/stk