Petition kämpft gegen Kürzungen beim Elterngeld
Eine bereits von Zehntausenden Menschen unterzeichnete Online-Petition läuft Sturm gegen die Elterngeldpläne von Familienministerin Karin Prien (CDU). Was nach einer Chance für mehr gleichberechtigte Elternschaft klinge, sei in Wirklichkeit eine Farce, die mit einer Kürzung der zu nehmenden Elterngeldmonate einhergehe, heißt es in der Petition auf der Plattform WeAct. Gestartet wurde die Initiative, die bis Donnerstagmittag von fast 80.000 Menschen unterzeichnet wurde, demnach am Dienstag von der Autorin Nora Imlau.
"Unter dem Vorwand von mehr Gleichstellung wird hier versucht, eine Reform zu verkaufen, die in der Praxis die meisten Familien mit deutlich weniger Geld als bisher stehen lassen würde", heißt es in der Petition. Man fordere Prien und die Bundesregierung auf, nicht bei den Familien zu kürzen. "Statt Familienleistungen zu kürzen, sollten wir endlich Reformen umsetzen, die Familien nachhaltig stärken", wurde Imlau in einer Mitteilung zitiert.
Elterngeld können Mütter und Väter beantragen, wenn sie nach der Geburt eines Kindes eine berufliche Auszeit nehmen. Ab November 2027 soll die staatliche Familienleistung nach einem Vorschlag von Prien nur noch 12 statt der bisherigen 14 Monate laufen - und auch nur dann, wenn beide Elternteile jeweils mindestens drei Monate beim Baby zu Hause bleiben. Dafür soll der Mindestbetrag von 300 auf 330 Euro und der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro angehoben werden./trs/DP/mis
AXC0197 2026-07-09/12:47