Astrazeneca-Kandidat Wainua verfehlt Ziel in klinischer Studie - Aktie sackt ab
Der Astrazeneca-Hoffnungsträger
Wainua hat in einer klinischen Studie enttäuscht. In der
Phase-3-Studie verfehlte das Medikament das Hauptziel einer
Verbesserung bestimmter Herzkrankheiten gegenüber einem Placebo, wie
das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Bei Wainua
(Wirkstoff Eplontersen) handelt es sich um ein Medikament zur
Gen-Stilllegung, das die Produktion abnormaler Proteine in der Leber
unterdrückt. Es hätte helfen sollen, seltene und möglicherweise
tödliche Herzfehler zu behandeln. Bereits zugelassen ist es für
Patienten, bei denen sich Proteine fehlerhaft bilden und im Körper
ansammeln. Die Aktie von Astrazeneca fiel in London im frühen Handel
um bis zu 13 Prozent und reduzierte das Minus zuletzt auf 9 Prozent.
Analysten hatten sich bei einem Erfolg mehrere Milliarden US-Dollar
zusätzliche Erlöse von Wainua versprochen. Experte Richard Vosser
von der US-Großbank JPMorgan sprach von einem nun herausfordernden
Weg, Wainua wie anvisiert weiter zu Geld zu machen. Die
Markterwartungen hätten einen jährlichen risikobereinigten
Spitzenumsatz von 3,3 Milliarden Dollar vorausgesehen, diese dürften
nun weitgehend schwinden./men/stk