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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax auf Erholungskurs erwartet

Nach dem kräftigen Rückschlag in den vergangenen zwei Handelstagen zeichnet sich für den Dax am Donnerstag eine Erholung ab. Der X-Dax signalisierte knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,8 Prozent auf 25.102 Punkte.

Noch am Montag hatte der deutsche Leitindex mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüßt. Neben Verlusten aufgrund einer spürbar eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar machte, belastete die erneute Eskalation im Nahen Osten. Sie schürt einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.

"Monatelang entwickelte sich der Irankonflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen. "Das geopolitische Risiko hat spürbar zugenommen."

Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten.

Fakt ist: Die Ölpreise sind seit Montag um gut zehn Prozent gestiegen - und mit ihnen die Sorgen vor dadurch bedingtem Preisauftrieb und einer Zinsreaktion der Notenbanken.

In Asien stabilisierten sich unterdessen die Aktienmärkte. Der japanische Nikkei 225 ging auf Erholungskurs. Der südkoreanische Kospi , der besonders stark unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und zurück auf dem tiefsten Niveau seit fast zwei Monaten ist, tut sich schwerer. Immerhin stabilisierte er sich.

Unter Einzelwerten hierzulande stehen vor allem Aktien aus den hinteren Reihen im Blick. So hob der im Kleinwerte-Index SDax notierte Pharmazulieferer Schott nach einem starken Quartal die Jahresprognosen für Umsatzwachstum und operative Profitabilität an. Die kanadische Bank RBC reagierte prompt mit einer Hochstufung der Aktie auf "Outperform". Mit den vorläufigen Zahlen für das dritte Geschäftsquartal habe Schott Pharma die letzten Sorgen abgehakt, schrieb Charles Weston. Die Aktie legte auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss vorbörslich um etwas mehr als 11 Prozent zu.

Auch Südzucker meldete Positives. Der Zuckerkonzern verbesserte sein operatives Ergebnis im ersten Geschäftsquartal deutlich und hob zudem seine Umsatzprognose für das Jahr 2026/27 leicht an. Keine große Überraschung, hieß es am Markt unter Verweis darauf, dass Südzucker bereits im Mai einen Ergebnissprung in Aussicht gestellt hatte. Auf Tradegate reagierte die Aktie nicht.

Anders das Nordex -Papier , das mit vorbörslich knapp 5 Prozent Plus zur Erholung ansetzen könnte. Der Windkraftanlagenbauer meldete für das zweite Quartal deutlich mehr Bestellungen als ein Jahr zuvor. Sie seien - das Servicegeschäft außen vor gelassen - um knapp ein Drittel gestiegen, während die Preise stabil geblieben seien.

Deutz gewannen auf Tradegate 7 Prozent. Der Motorenhersteller beschleunigt seinen Wandel in Richtung Rüstung durch Milliarden-Transaktion. Er wird die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) für rund 1,6 Milliarden Euro kaufen. FFG zählt zu den europäischen Anbietern für militärische Land- und Spezialfahrzeuge und ist Partner von Bundeswehr und Streitkräften der Nytao sowie der Ukraine.

Auch eine Umstufung bewegte auf Tradegate. So hat die französische Investmentbank Exane BNP das Kursziel für das Papier des Waferherstellers Siltronic von 74 auf 108 Euro angehoben. Das neue Anlageurteil lautet somit nun "Outperform". Die Aktie setzte auf Tradegate zur Erholung an mit plus 3,7 Prozent./ck/mis

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0078 2026-07-09/08:25

Relevante Links: Deutz AG, Südzucker AG, SCHOTT PHARMA INH O.N., Nordex SE, Siltronic AG

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