Wiener Börse (Nachmittag) - ATX verharrt im Verlustbereich / ATX verliert 0,7 Prozent - AT&S-Papiere geben merklich nach
Der Wiener Aktienmarkt hat sich im Verlauf weiter mit Verlusten gezeigt. Der Leitindex ATX zeigte sich mit minus 0,68 Prozent bei 6.520,98 Punkten. Der weiter gefasste ATX Prime fiel um 0,61 Prozent auf 3.207,05 Einheiten. An den europäischen Börsen war ein weiterhin uneinheitliches Bild zu beobachten.
Erfreuliche Zahlen kommen aus Deutschland, bringen aber keine entscheidenden Impulse. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Mai stärker als erwartet hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,9 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
In Österreich sind die Großhandelspreise auch im Juni wieder deutlich nach oben gegangen, allerdings nicht mehr so stark wie in den beiden Monaten davor. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erreichte 5,4 Prozent, wie die Statistik Austria am Dienstag auf Basis von vorläufigen Daten bekannt gab. Im Mai waren es noch 6,9 Prozent, im April 6,7 Prozent.
In Österreich geht auch hinsichtlich der Innovationskraft aufwärts. Laut Statistik Austria haben nämlich Österreichs Unternehmen ihre Innovationskraft in den Jahren 2022 bis 2024 wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie (2018 bis 2020) gebracht. Etwa 60 Prozent der Firmen hätten 2024 angegeben, in den drei Jahren vor der Befragung innovative Aktivitäten gesetzt zu haben - um 3,2 Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Befragung im Jahr 2022.
Von Unternehmensseite her war es in Österreich bisher ruhig. An den asiatischen Börsen sackten die KI-Werte ab. Der südkoreanische Leitindex Kospi, zuletzt das Sinnbild der KI-Rally, verbuchte heute ein Minus von knapp 5 Prozent. Das spüren auch die Papiere des Leiterplattenherstellers AT&S, für die es heute um 9,2 Prozent nach unten ging und die damit im ATX die rote Laterne innehatten.
Die im ATX schwer gewichteten Bankaktien verharrten weiter im Minus. Erste Group lagen bei minus 0,2 Prozent, BAWAG bei minus 0,3 Prozent und Raiffeisen Bank International (RBI) bei minus 0,9 Prozent.
Energiewerte zählen heute zu den Gewinnern. Die schwergewichteten OMV-Papiere zogen 1,0 Prozent hoch. Verbund bauten 0,5 Prozent und SBO 0,3 Prozent auf. Ganz oben im ATX fanden sich Österreichische Post mit plus 1,6 Prozent.
moe/mik
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