Wiener Börse (Mittag) - ATX gibt weiter nach / Gute Zahlen aus Deutschland bringen keine Impulse - AT&S-Papiere geben merklich nach
Der Wiener Aktienmarkt hat sich zu Mittag weiter mit Verlusten gezeigt. Der Leitindex ATX zeigte sich mit minus 0,59 Prozent bei 6.526,88 Punkten. Der weiter gefasste ATX Prime tendierte 0,51 Prozent tiefer auf 3.210,45 Einheiten. An den europäischen Börsen war ein weiterhin uneinheitliches Bild zu beobachten.
Erfreuliche Zahlen kommen aus Deutschland, bringen aber keine entscheidenden Impulse. Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Mai stärker als erwartet hochgefahren. Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,9 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den USA wird heute die Handelsbilanz vorgelegt. Die Experten der Helaba erwarten eine kräftige Ausweitung des Fehlbetrags.
In Österreich geht zumindest hinsichtlich der Innovationskraft aufwärts. Laut Statistik Austria haben nämlich Österreichs Unternehmen ihre Innovationskraft in den Jahren 2022 bis 2024 wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie (2018 bis 2020) gebracht. Etwa 60 Prozent der Firmen hätten 2024 angegeben, in den drei Jahren vor der Befragung innovative Aktivitäten gesetzt zu haben - um 3,2 Prozentpunkte mehr als bei der vorangegangenen Befragung im Jahr 2022.
Von Unternehmensseite her war es in Österreich bisher sehr ruhig. An den asiatischen Börsen sackten die KI-Werte ab. Der südkoreanische Leitindex Kospi, zuletzt das Sinnbild der KI-Rally, verbuchte heute ein Minus von knapp 5 Prozent. Das spüren auch die Papiere des Leiterplattenherstellers AT&S, für die es heute um 8,7 Prozent nach unten ging.
Für die im ATX schwer gewichteten Bankaktien ging es ins Minus. Erste Group lagen bei minus 0,2 Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) bei minus 0,4 Prozent und BAWAG bei minus 0,5 Prozent.
Die Ölwerte zählen heute zu den Gewinnern. Die schwergewichteten OMV-Papiere reihten sich mit plus 1,6 Prozent ganz oben im ATX ein.
moe/ger
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