ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Leichte Verluste überwiegen zum Wochenbeginn
Von überwiegend leicht fallenden
Kursen war der Wochenauftakt an Europas Börsen gekennzeichnet. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erklomm am Montag im
frühen Handel zwar erneut ein Rekordhoch, drehte danach aber ins
Minus und schloss 0,23 Prozent tiefer bei 6.398,01 Punkten. Gemieden
wurden von den Investoren vor allem die als defensive Investments
geltenden Sektoren Versorgung, Gesundheit und Lebensmittel.
Auch außerhalb des Euroraums war für die Optimisten am Markt nicht
viel zu holen: Bei einem ruhigen Handel gab der britische FTSE 100
um 0,26 Prozent auf 10.651,77 Zähler nach. Für den
schweizerischen SMI ging es um 0,85 Prozent auf
14.302,26 Punkte abwärts. Hier belasteten überdurchschnittliche
Verluste der beiden Pharmariesen Roche und Novartis
.
Aktien aus der europäischen Rüstungsbranche erhielten neben dem
anstehenden Nato-Gipfel auch Auftrieb von einem Übernahmevorhaben in
Frankreich. Der Luft- und Raumfahrtkonzern Thales
will sich im Bereich der Kriegsführung unter Wasser sowie im
Navigationsbereich stärken und deshalb den
Unterwasserdrohnen-Spezialisten Exail Technologies
erwerben. Die Thales-Papiere stiegen zwischenzeitlich auf den
höchsten Stand seit Ende April. Exail gewannen in der Spitze gut 4
Prozent auf 127,60 Euro, blieben damit aber unter dem geplanten
Angebotspreis von 134 Euro je Exail-Aktie.
Die Aktien von Easyjet reagierten mit einem
Kurssprung auf den höchsten Stand seit fast viereinhalb Jahren auf
ein von der Billigfluglinie akzeptiertes Übernahmeangebot des
US-Investors Castlelake. Um gut neun Prozent auf 610 Pence
schnellten die Papiere der Briten nach oben. Wie beide Unternehmen
mitteilten, stimmte Easyjet einer fünften Kaufofferte von Castlelake
über 690 Pence je Aktie "im Grundsatz" zu. Die anderen Gebote -
zuletzt 650 Pence - hatte der Billigflieger sämtlich als nicht
werthaltig genug abgelehnt.
Die Anteilsscheine von ITV schlossen kaum verändert,
nachdem sich die TV-Senderkette mit dem PayTV-Unternehmen Sky auf
den Verkauf der ITV-Sparte Media & Entertainment für umgerechnet
mehr als 1,8 Milliarden Euro geeinigt hatte. Entstehen soll der
Mitteilung von Sky zufolge ein führender britischer
Streaming-Anbieter als Alternative zu den globalen
Streaming-Giganten./bek/he