Aktien Frankfurt Ausblick: Dax weiter auf Rekordkurs erwartet
Der deutsche Aktienmarkt dürfte seine
Vortagesrally am Freitag gebremst fortsetzen. US-Arbeitsmarktdaten
hatten am Donnerstag die Zinssorgen der Anleger gedämpft und sollten
weiterhin für Entspannung sorgen. Rückenwind verschaffen am Morgen
aber vor allem die klare Kurserholung der Börsen in Südkorea und
Japan, nachdem die KI-Rally dort zuletzt ins Stottern geraten war.
Der frühbörsliche Indikator X-Dax signalisierte knapp
eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,5 Prozent bei 25.717
Punkten. Damit deutet sich für den Dax ein
Wochengewinn von rund einem Prozent an. Tags zuvor hatte der
deutsche Leitindex nach fast sechs Monaten seinen bisherigen
Höchststand von Mitte Januar getoppt.
Im Gesamtjahr liegt der Dax vergleichsweise moderate 4,5 Prozent im
Plus. Zum Vergleich: Beim EuroStoxx 50 und Dow Jones
Industrial sind es rund zehn Prozent und selbst der
marktbreite Stoxx Europe 600 ist ähnlich stark
gelaufen wie diese beiden Indizes.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall prüft derzeit die
Auswirkungen des stornierten Auftrags für die Fregatte F126. Sollten
keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation
identifiziert werden können, könnten die Umsatzauswirkungen laut
Rheinmetall im laufenden Jahr bis zu 300 Millionen Euro betragen,
teilte das Unternehmen mit. Näheres dazu soll es zur
Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August geben. Die
Rheinmetall-Aktie notierte auf der Handelsplattform Tradegate
zuletzt stabil, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um
18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatte.
Der Getriebehersteller Renk will sich offenbar im
Marinegeschäft verstärken. Dazu wolle das Unternehmen den nicht
börsennotierten Hersteller David Brown Defence übernehmen, berichtet
die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte
Kreise. Der Zukauf könne noch am Freitag angekündigt werden. Dabei
könnte David Brown Defence mit 200 bis 250 Millionen Dollar bewertet
werden. Die Renk-Papiere stiegen auf Tradegate um 0,7 Prozent.
Für die Anteilsscheine von Gea ging es auf Tradegate
um 1,6 Prozent aufwärts. Die kanadische Bank RBC stufte die Titel
des Rüstungsunternehmens von "Sector Perform" auf "Outperform" hoch.
"Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne
Geschäft mit KI-Rechenzentren", so fasste Sebastian Kuenne das
Potenzial des Anlagenbauers am Freitag in seiner Empfehlung
zusammen./edh/jha/