Wiener Aktienmarkt vorbörslich knapp behauptet erwartet / ATX mit minus 0,09 Prozent taxiert - Zumtobel zahlt für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividende
Der Handelsauftakt am Wiener Aktienmarkt wird am Donnerstag mit einer knapp behaupteten Tendenz erwartet. Bankenindikationen taxierten den ATX rund 40 Minuten vor Sitzungsbeginn mit einem knappen Minus von 0,09 Prozent. An den europäischen Leitbörsen sollte es zum Handelsstart ebenfalls leicht in den Minusbereich gehen.
In den USA werden ab morgen die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag (Samstag) im Mittelpunkt stehen, schrieben die Helaba-Analysten in ihrem Tageskommentar. Die US-Märkte bleiben am Freitag daher geschlossen und deswegen werden bereits heute die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Diese gehören zu den "market movern" unter den Konjunkturdaten, hieß es weiter von den Experten.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene Zumtobel ins Blickfeld der Akteure. Der Vorarlberger Leuchtenkonzern hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 einen Umsatzrückgang sowie einen deutlichen Ergebniseinbruch verzeichnet. Daher beschloss der Vorstand, den Aktionären auf der Hauptversammlung eine Aussetzung der Dividendenausschüttung vorzuschlagen. Der Umsatz ging um 5,2 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 10,7 Mio. Euro, nach 16,1 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Nach Steuern blieb eine Million über, nach 15,5 Mio. Euro zuvor.
Am Mittwoch hatte sich der Wiener Aktienmarkt klar tiefer aus dem Handel verabschiedet. Der ATX schloss mit minus 1,20 Prozent auf 6.386,81 Punkte, nachdem der heimische Leitindex am Dienstag noch starke 1,77 Prozent gewonnen hatte. An den europäischen Leitbörsen gab es zur Wochenmitte überwiegend Kursrückgänge zu verbuchen.
Die größten Kursgewinner im prime market am Mittwoch:
FACC +3,65% 18,72 Euro DO&CO +2,76% 223,00 Euro Post +2,58% 31,80 Euro
Die größten Kursverlierer im prime market am Mittwoch:
AT&S -7,68% 194,80 Euro Andritz -3,57% 72,90 Euro Strabag -2,36% 87,00 Euro
ste/ger
ISIN AT0000999982