Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert 0,33 Prozent / Heimischer Leitindex dämmt Abschläge etwas ein
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch im Mittagshandel mit einer leichteren Tendenz präsentiert. Kurz vor zwölf Uhr gab der heimische Leitindex ATX 0,33 Prozent auf 6.461,02 Punkte nach und dämmte damit seine Abschläge vom Frühhandel etwas ein. An den europäischen Leitbörsen gab es noch keinen klaren Richtungsentscheid zu sehen.
Nach den deutlichen Vortagesgewinnen agierten die internationalen Anleger abwartend. Im Verlauf standen die publizierten Preisdaten aus dem Euroraum im Fokus. Die Inflation in der Eurozone hat sich deutlicher als erwartet abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juni nur noch um durchschnittlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 3,0 Prozent gerechnet. Im Mai war die Inflationsrate im Zuge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschocks auf 3,2 Prozent geklettert. Die Europäischen Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an.
Auf Unternehmensebene rückte am heimischen Aktienmarkt Agrana mit vorgelegten Geschäftszahlen in den Fokus. Der Wiener Zuckerkonzern hat im 1. Quartal 2026/2027 im Jahresvergleich weniger Umsatz eingefahren, aber die Ergebniszahlen verbessert. Der Umsatz gab nach vorläufigen Zahlen von 880,2 auf 855,3 Mio. Euro nach, das operative Ergebnis hingegen erhöhte sich von 25,7 auf 33,2 Mio. Euro. Die Agrana-Titel legten 2,1 Prozent zu.
Die Hauptaktionäre der AT&S AG wollen Gewinne aus dem satten Kursanstieg von 1.135 Prozent auf Jahressicht realisieren, der den steirischen Chipkomponentenhersteller zu einer der erfolgreichsten Aktien Europas gemacht hat. Die privaten Stiftungen Androsch und Dörflinger boten am Dienstag über Bank of America Securities insgesamt 567.000 Aktien an, berichtete Bloomberg. Der Anteil wird auf Basis des Schlusskurses von 211 Euro am Dienstag auf rund 120 Millionen Euro geschätzt. Die Analysten der Erste Group werten den Anteilsverkauf als fundamental neutral, aber mit einem leicht negativen Beigeschmack. Die AT&S-Titel fielen um 1,4 Prozent, nachdem sie am Vortag noch um fast zehn Prozent hochgesprungen waren.
Abwärts ging es auch mit den Aktien der schwergewichteten Banken BAWAG und Erste Group mit jeweils minus 0,5 Prozent, Raiffeisen Bank International verbilligten sich um 1,2 Prozent.
Kursgewinne von über drei Prozent wiesen CA Immo, FACC und Frequentis auf.
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ISIN AT0000999982