Wiener Börse - ATX fällt um 0,85 Prozent / Verwirrung um Verhandlungen zwischen USA und Iran in Katar - Konjunkturdaten der Eurozone ohne positive Auswirkungen
Der Wiener Aktienmarkt hat am Montag mit Verlusten geschlossen. Keinerlei Sicherheit bringen zum Start der neuen Handelswoche die Entwicklungen im Iran-Krieg. Hier herrscht Verwirrung um Verhandlungen in Katar. Der heimische Leitindex ATX fiel um 0,85 Prozent auf 6.351,75 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,84 Prozent auf 3.125,77 Zähler hinab. Die europäischen Börsen schlossen uneinheitlich.
Der Iran und die USA machen widersprüchliche Angaben über neue Verhandlungen am Dienstag im katarischen Doha. Während der Iran am Montag US-Medienberichte über kommende Gespräche dementiert hat, hält US-Präsident Donald Trump an seinen Plänen fest. "Der Iran hat um ein Treffen gebeten. Es wird morgen in Doha stattfinden!", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi hatte am Montag iranischen Medien gesagt, dass eine Gesprächsrunde stattfinden werde, "sobald die Voraussetzungen geschaffen sind und Einigkeit über Termin und Veranstaltungsort erzielt wurde". Das Abhalten von technischen Sitzungen der Arbeitsgruppen sei für diese Woche nicht geplant.
Keine positiven Kursauswirkungen hatten die am Vormittag gemeldeten Konjunkturdaten. Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hellte sich im Juni überraschend deutlich auf. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Punkte auf 95,0 Punkte, wie die Europäische Kommission mitteilte. Der Aufschwung des ESI wurde im Juni durch ein gestiegenes Vertrauen in nahezu alle Sektoren - Einzelhandel, Industrie, Dienstleistungen und bei den Verbrauchern - getrieben. Lediglich das Vertrauen im Baugewerbe ging zurück.
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