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Studie: Rentenpläne helfen Haushalt und belasten Verbraucher

Die Reformvorschläge der Rentenkommission helfen laut der Ratingagentur Scope Deutschlands Top-Kreditwürdigkeit bei den Staatsfinanzen, kosten aber Wirtschaftswachstum. "Eine vollständige und rasche Umsetzung der Vorschläge würde helfen, die langfristige Tragfähigkeit des deutschen Rentensystems zu stabilisieren", heißt es in einer Studie von Scope. Damit würden auch wichtige Probleme für das Rating adressiert.

Deutschland genießt an den Finanzmärkten Top-Bonität: Scope und die drei großen US-Ratingagenturen Standard & Poors, Fitch und Moody's bewerten die Bundesrepublik mit der Bestnote AAA. Dadurch kann sich Deutschland relativ günstig verschulden.

Die vorgeschlagene Rentenreform würde zur langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen beitragen, schreibt Scope. Es sei entscheidend, die Staatsverschuldung zu stabilisieren, um den finanzpolitischen Spielraum Deutschlands zu sichern. Denn mit Milliardenausgaben für Verteidigung und Infrastruktur werde die deutsche Schuldenquote von zuletzt rund 63 Prozent bis 2036 auf 81 Prozent steigen - das ist mehr als die EU-Stabilitätskriterien vorsehen.

"Willkommene Entlastung für Bundeshaushalt"

Die Rentenreformvorschläge würden Scope zufolge die jährlichen Bundeszuschüsse an das Rentensystem stabilisieren, die sich 2025 auf 93,2 Milliarden Euro oder 2,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) beliefen. Bei vollständiger Umsetzung der Reformen dürften die Zuschüsse 2035 bei rund 2,2 Prozent des BIP liegen, statt 2,33 Prozent ohne Änderung. Dieser Abstand werde in den 2040er Jahren auf mehr als 0,2 Prozent steigen, so Scope - eine "willkommene, aber relativ moderate Entlastung für den Bundeshaushalt".

Allerdings werde der vorgeschlagene Aufbau einer Kapitalrente durch zusätzliche Rentenbeiträge von Arbeitgebern und Beschäftigten die Einkommen und die Lohnstückkosten belasten. Das dämpfe den Konsum der Verbraucher und schwäche die Wirtschaft um etwa 0,15 Prozent des BIP. "Die Reform würde die Kosten vorziehen, während die Vorteile ab Mitte der 2030er Jahre zum Tragen kämen."

Die Rentenkommission schlägt unter anderem vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Kanzler Friedrich Merz (CDU) pocht auf eine Umsetzung der Rentenreformpläne bis Jahresende./als/DP/jsl

AXC0232 2026-06-25/16:35

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