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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 0,4 Prozent / Dünne Meldungslage - Warten auf US-Daten - AT&S unberührt von Micron-Euphorie

Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag nach zwei schwächeren Vortagen stabilisiert. Der ATX stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,37 Prozent auf 6.486,54 Punkte. Für den ATX Prime ging es im gleichen Ausmaß auf 3.191,35 Zähler hinauf. Mehrheitlich höher zeigten sich auch die europäischen Leitbörsen nach uneinheitlichen Übersee-Vorgaben.

Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich bis dato erneut dünn. Unterstützung lieferten weiter sinkende Ölpreise. So verbilligte sich Rohöl aus der Nordsee den vierten Handelstag in Folge, wobei der Preis auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs gefallen ist.

Datenseitig richten Marktteilnehmer ihren Blick heute auf Veröffentlichungen in den USA. Neben der zweiten Revision des BIP-Wachstums für das zweite Quartal werden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht. Für Aufmerksamkeit sorgen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Mit Interesse werden zudem die privaten Konsumausgaben und Einkommen verfolgt. Für die US-Notenbank von besonderer Bedeutung sind die dazugehörigen PCE-Deflatoren, der Kern-Deflator ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed.

Gewinne verzeichneten die Aktien der Banken, Versorger, Baukonzerne und Versicherer. Leichter tendierten dagegen einige Industrieaktien sowie, angesichts der gedämpften Ölpreise, die Ölwerte. Im ATX prime verzeichneten Titel aus der Flugindustrie die deutlichsten Verluste. So büßten Flughafen Wien, Frequentis und FACC zwischen 2,3 und vier Prozent ein.

AT&S notierten nach einem Kurssprung zum Handelsstart zuletzt wieder 1,1 Prozent tiefer. Sie konnten damit nur kurz von der Feierlaune im Halbleitersektor profitieren, welche der US-Konzern Micron mit glänzenden Zahlen und Ausblick angefacht hatte. Der Aktienkurs der AT&S hatte sich im bisherigen Jahresverlauf jedoch schon versechseinhalbfacht.

spa/sto

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