Aktien Europa: Schwäche geht weiter - Starmer-Rücktritt lässt Börse kalt
Die wichtigsten europäischen
Aktienindizes haben am Montag weitere moderate Verluste verbucht. In
London, wo der britische Premierminister Keir Starmer seinen
Rücktritt als Parteichef bekanntgab, kamen die Kurse ebenfalls wenig
von der Stelle. Bis zur Wahl eines Nachfolgers aus den eigenen
Reihen will Starmer als Regierungschef im Amt bleiben. Mit seinem
Abschied beugte er sich dem seit Monaten anhaltenden Druck aus
seiner Partei.
Gegen Mittag verbuchte der EuroStoxx 50 ein Minus von
0,13 Prozent auf 6.285 Punkte. Am Freitag hatte der Leitindex der
Eurozone eine starke Börsenwoche mit einem weiteren Rekordhoch
gekrönt, dann aber mit Verlusten geschlossen. Außerhalb der Eurozone
sank der Schweizer SMI um 0,43 Prozent auf 13.715
Punkte. Damit hängt das Börsenbarometer weiter in der engen
Handelsspanne der vergangenen Tage fest. Der britische FTSE 100
verlor 0,05 Prozent auf 10.358 Punkte.
Im europäischen Sektortableau waren Technologiewerte
wieder einmal am meisten gefragt. Sie folgten damit
der Branchenstärke in Asien. Über Nacht wurde von Fortschritten bei
den Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs berichtet, was vor
allem technologielastige Börsen wie etwa in Japan oder Taiwan
stützte.
Die Aktien der Chipkonzerne SK Hynix und TSMC
legten deutlich zu. Im EuroStoxx und im französischen
Cac 40 zählten Infineon , ASML
und STMicro zu den größten Gewinnern.
Im moderat freundlichen Reise- und Freizeitsektor
konnten sich die Anleger von Easyjet über ein
Kursplus von 2,5 Prozent auf knapp 517 Pence freuen. Die britische
Billigfluggesellschaft lehnte dem Interessenten Castlelake zufolge
auch ein drittes unverbindliches Übernahmeangebot des US-Investors
ab. Castlelake habe Easyjet am 20. Juni angeboten, alle Aktien für
625 Pence je Anteilsschein in bar zu übernehmen, teilte Castlelake
mit. Der Easyjet-Verwaltungsrat hatte zuvor bereits Offerten über
560 und 600 Pence zurückgewiesen. Nun haben die Amerikaner bis zum
26. Juni Zeit, ein verbindliches Übernahmeangebot zu unterbreiten
oder ihr Angebot zurückzuziehen.
Der Index der Öl- und Gaskonzerne knüpfte an seine
Stabilisierung nach den vorangegangenen Verlusten an, obwohl es für
die Ölpreise weiter nach unten ging.
Auf den Verkaufszetteln ganz oben standen dagegen die Aktien von
Medienunternehmen , Autowerten, Konsumgüterherstellern
sowie Bau- und Baustoffefirmen
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