ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx erstmals über 6.300 Punkte
In dem weiterhin freundlichen
Börsenumfeld hat der EuroStoxx 50 erstmals die Marke
von 6.300 Punkten geknackt. Der Eurozonen-Leitindex baute seine
jüngsten Gewinne aus und stieg am Ende um 0,68 Prozent auf 6.300,07
Punkte. Angetrieben wurden die Kurse weiterhin von der Aussicht auf
einen dauerhaften Frieden in Nahost und die Öffnung der für den
Welthandel wichtigen Straße von Hormus.
Außerhalb der Eurozone ging es für den Schweizer SMI
um weitere 0,39 Prozent auf 13.815,24 Punkte bergauf. Er hat zu
seiner Bestmarke von 14.063 Punkten aus dem Februar aber noch etwas
Luft nach oben.
Der britische FTSE 100 legte um lediglich 0,14
Prozent auf 10.508,61 Punkte zu. Obwohl die heimische
Preissteigerung im Mai nicht so stark wie erwartet ausgefallen sei,
"zeigt sich gerade im Dienstleistungssektor eine hartnäckigere
Inflation, die die Bank of England auf den Plan rufen könnte",
schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Handelshaus CMC
Markets. Und vor der morgigen Sitzung der Zentralbank würden die
Investoren vorsichtiger und warteten auf die geldmarktpolitischen
Signale.
Im europäischen Branchentableau waren die
konjunktursensiblen Technologiewerte und Bankentitel
stark gefragt. Dagegen standen Autoaktien
auf den Verkaufszetteln der Anleger ganz oben. Am
Dienstag hatte der Verkaufseinbruch auf dem chinesischen Markt die
Stimmung getrübt - einen Tag später gab es mit einer Prognosesenkung
von BMW die nächste schlechte Nachricht. Die Titel
der Münchener knickten am EuroStoxx-Ende um mehr als acht Prozent
ein.
Analyst Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan sprach von einem
"Weckruf für die Autobranche". Aus seiner Sicht muss BMW seine
Strategie im Kompaktsegment in China komplett überdenken. Hier seien
momentan alle europäischen Premiumhersteller preislich nicht
konkurrenzfähig./la/stk