dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 17.06.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP/Krise in China und Irankrieg: BMW kappt Prognose deutlich -
Aktie fällt
MÜNCHEN - Der Autobauer BMW kappt wegen der Krise am
chinesischen Automarkt und der Folgen des Nahostkriegs seinen
Jahresausblick deutlich. Für die Autosparte rechnet der Konzern in
diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und
Steuern von einem bis 3 Prozent, wie er am Dienstag nach
Börsenschluss in München überraschend mitteilte. Bisher hatte das
Management 4 bis 6 Prozent veranschlagt. Dies kam bei Investoren
nicht gut an.
ROUNDUP: Auto1 rechnet langfristig mit deutlichem Absatzplus - Aktie
zieht an
BERLIN - Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 will
seine Auslieferungen langfristig überraschend kräftig steigern.
Dabei peilt der MDax-Wert als nächstes Etappenziel einen Absatz von
1,5 Millionen Fahrzeugen an, fast 80 Prozent mehr als im vergangenen
Jahr, wie sie am Mittwoch zum Kapitalmarkttag mitteilten. Viel
Dynamik verspricht sich das Management um Konzernchef Christian
Bertermann vor allem im Geschäft mit Privatkunden, das operativ in
die schwarzen Zahlen kommen soll. Aber auch der Händlerbereich soll
weiter erstarken. An der Börse kamen die Ziele bestens an.
ROUNDUP: Großreederei MSC weist Gerüchte über Kaufangebot für
Hapag-Lloyd zurück
Hamburg/Genf - Die weltgrößte Reederei MSC hat am Mittwoch
Medienberichte über ein Kaufangebot an die deutsche
Containerreederei Hapag-Lloyd zurückgewiesen. Zuvor
hatte das deutsche "Manager Magazin" berichtet, dass die in der
Schweiz ansässige MSC beim deutschen Rivalen einsteigen und bei der
Nummer fünf der Branche die Mehrheit übernehmen wolle. Die
Grußreederei mit Sitz in Genf wies am Mittwoch auf AWP-Anfrage die
Spekulationen zurück: "Hapag-Lloyd ist nicht Gegenstand eines
möglichen Übernahmeangebots von MSC", erklärte ein Sprecher
gegenüber AWP. Hapag-Lloyd wollte den Bericht derweil nicht
kommentieren. Das "Manager Magazin" hatte geschrieben, dass
MSC-Patron Gianluigi Aponte schon länger bei den Haupteignern von
Hapag-Lloyd anklopfe und seine Ambition trotz allgemeinem Abwinken
nicht aufgebe.
ROUNDUP/Gentechnik im Supermarkt: EU schwächt Regeln ab
STRASSBURG - Mit modernen Gentechnikverfahren veränderte
Lebensmittel dürfen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung
im Supermarkt verkauft werden. Das Europäische Parlament stimmte
mehrheitlich dafür, entsprechende Züchtungen in vielen Fällen von
bislang strengen EU-Gentechnikregeln auszunehmen.
Snapchat-Firma bringt Brillen mit Mini-Display auf den Markt
LOS ANGELES - Die Macher der Foto- und Video-App Snapchat
gehen unter die Vorreiter bei Brillen, die digitale
Informationen einblenden können. Die Betreiberfirma Snap
startete Vorbestellungen für das Gerät mit dem Namen
Specs. Die Brillen mit sogenannter "erweiterter Realität" (Augmented
Reality, AR) sollen voraussichtlich im Herbst in den USA,
Großbritannien und Frankreich auf den Markt kommen. Den Preis setzte
Snap auf 2.195 Dollar in den USA und 2.295 Euro in Frankreich an.