Vor der VW -Hauptversammlung am
morgigen Donnerstag üben Verbände scharfe Kritik an der
vorgeschlagenen Dividende. Angesichts des laufenden Personalabbaus
bei VW falle die geplante Ausschüttung zu hoch aus, kritisieren die
Umweltorganisation BUND und der Dachverband der Kritischen
Aktionärinnen und Aktionäre.
"Volkswagen muss verstärkt in die Produktion kleiner,
sparsamer E-Fahrzeuge "Made in Europe" investieren", sagte Jens
Hilgenberg, Leiter Verkehrspolitik beim BUND und zugleich
Vorstandsmitglied des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und
Aktionäre. "Dafür müssen Finanzmittel im Unternehmen gehalten
werden, statt sie durch vergleichsweise hohe Dividenden abfließen zu
lassen."
Europas größter Autobauer schlägt auf der Hauptversammlung am
Donnerstag eine Dividende von 5,20 Euro je Stamm- und 5,26 Euro je
Vorzugsaktie vor. Das wären jeweils 1,10 Euro weniger als im Jahr
zuvor. Der Rückgang der Dividende falle dabei aber deutlich geringer
aus als beim Konzerngewinn, so die beiden Verbände. Das
Konzernergebnis nach Steuern war 2025 um 44 Prozent eingebrochen -
von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro.
In Summe würden davon rund 2,6 Milliarden Euro an die Anteilseigner
ausgeschüttet, kritisieren die beiden Verbände. Die Aktionäre müssen
auf der virtuellen Hauptversammlung noch darüber
abstimmen./fjo/DP/zb