Bieterkampf um Addiko: Slowenische NLB erhöht ihr Angebot erneut / Slowenische Bank bietet nun 37,00 Euro je Aktie - RBI lag bisher im Übernahmerennen vorne
Die Nova Ljubljanska banka (NLB) legt im Rennen um die heimische Addiko Bank ein weiteres Mal nach. Sie beabsichtigt, das Angebot von 33,50 auf 37,00 Euro in bar je Aktie inklusive Dividende anzuheben, gab die slowenische Bank am Dienstagabend bekannt. Der erhöhte Preis liegt um 10,50 Euro über dem konkurrierenden Gebot von 26,50 Euro der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI). An der Wiener Börse kosteten die Anteilsscheine der Addiko Bank zuletzt 26,40 Euro.
Die NLB droht, trotz zuletzt bereits höheren Angebots den Übernahmewettbewerb zu verlieren. Vergangene Woche hatte die RBI bekannt gegeben, sich Annahmeerklärungen für 50,42 Prozent der Addiko-Aktien gesichert zu haben. Die NLB will das wieder ändern: Sie betont, dass Aktionäre, die das RBI-Angebot bereits angenommen haben, dies unter Einhaltung bestimmter Regeln auch widerrufen können - um ihre Aktien doch noch der NLB anzudienen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Addiko schlugen sich zuletzt auf die Seite der RBI und empfahlen den Aktionären, deren Angebot zur Annahme. Sie begründeten dies mit einer höheren Transaktionssicherheit, da der NLB regulatorische Hürden in Kroatien drohten. Zudem hatte die Alta Group bereits zuvor angekündigt, das Offert der RBI und nicht das Angebot der NLB anzunehmen.
spa/phs
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