Wiener Börse (Mittag) - ATX mit plus 0,04 % kaum verändert / Euphorie von dem angeblichen Friedensabkommen im Nahen Osten etwas verflogen - AT&S gibt Gewinne zum Teil wieder ab
Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag zu Mittag ohne Dynamik. Der Leitindex ATX lag gegen 12.00 Uhr leichte 0,04 Prozent im Plus bei 6.422,92 Punkten. Der weiter gefasste ATX prime wies marginale plus 0,03 Prozent bei 3.163,49 Zählern auf. Im europäischen Umfeld war etwas deutlicheres Wachstum auszumachen.
Beflügelt wurden die Märkte zu Wochenbeginn durch die angebliche Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Die Dynamik daraus scheint verflogen zu sein. Skepsis ist aber laut manchen Analysten angebracht. "Das Abkommen muss erst noch unterzeichnet werden und die wichtigsten und kritischsten Themen darin müssen ebenso erst gelöst werden", merken die Experten der Helaba an.
Bei Anlegern rückt nun der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch in den Fokus, gefolgt vom großen Verfall an den Terminbörsen am Freitag. "Die Notenbanker rund um den neuen Fed-Chef (Kevin) Warsh werden sich wohl in Zurückhaltung üben und damit den Markterwartungen entsprechen", kommentierten die Helaba-Experten. Die Erwartung zeitnah steigender Zinsen habe sich mit den sinkenden Ölpreisen der letzten Tage zurückgebildet.
In Österreich war es bisher noch ruhig. Nachdem die Aktien des steirischen Leiterplattenherstellers AT&S gestern um rund 36 Prozent abhoben, mussten sie heute wieder 6,76 Prozent auf 195,80 Euro abgeben und waren damit Schlusslicht im ATX. Deutsche Bank Research hat für die Steirer, die am Wochenende eine umfangreiche Kapazitätserweiterung bei High-End-IC-Substraten für KI- und HPC-Anwendungen bekanntgegeben haben, heute das Kursziel deutlich von 120 auf 310 Euro nach oben gesetzt. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde beibehalten.
Gut aufwärts ging es bisher für die im ATX schwer gewichteten Bankenwerte. Raiffeisen Bank International, BAWAG und Erste Group gewannen zwischen 0,8 und 2,0 Prozent. Trotz sinkendem Ölpreis fanden sich die OMV-Papiere bei plus 0,1 Prozent.
voestalpine büßten 0,6 Prozent ein. Die voestalpine Railway Systems hat für das europäische Infrastrukturprojekt Rail Baltica ihren nach eigenen Angaben bisher größten Einzelauftrag erhalten. Der Rahmenvertrag über rund 470 Mio. Euro umfasst die Lieferung von bis zu 1.000 Hochgeschwindigkeits- und Normalgeschwindigkeitsweichen inklusive Überwachungstechnologie für die künftige Hochleistungsbahnstrecke zwischen Helsinki und Warschau.
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