, dpa-AFX

Merz vorsichtig optimistisch zu Fortschritten in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich vor dem offiziellen Start des G7-Gipfels demokratischer Wirtschaftsmächte vorsichtig optimistisch zu Fortschritten bei der Lösung der Kriege in der Ukraine und im Iran geäußert. "Dieser Gipfel findet in einer ausgesprochen bewegten Phase der Weltpolitik statt. Die Lage fordert uns. Sie eröffnet aber auch einige Chancen", sagte der CDU-Chef vor dem Flug zu dem Treffen im französischen Évian am Genfersee.

"Die Ukraine ist heute in einer neuen Position der Stärke", sagte Merz. Russland könne militärisch nicht gewinnen, zudem sei seine Wirtschaft angeschlagen. Mit der gebotenen Vorsicht und Zurückhaltung sage er: "Erstmals kann sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen. Auch hier liegt eine Chance."

Mit US-Präsident Donald Trump wolle man in Évian über die Vorschläge sprechen, die Deutschland, Frankreich und Großbritannien am vergangenen Wochenende mit dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten habe. Dies könnten "erste Schritte eines neuen diplomatischen Anlaufs sein hin zu Friedensverhandlungen zwischen Ukraine, Russland, Europa und den Vereinigten Staaten".

Merz begrüßt "Friedensmemorandum" für Ende des Iran-Kriegs

Merz begrüßte, dass sich USA und der Iran "auf ein Friedensmemorandum" zur Beendigung des Iran-Kriegs geeinigt hätten. Zu diesem diplomatischen Durchbruch gratuliere er Trump und der iranischen Seite. Er danke allen Partnern, die mitgeholfen haben, dies zu ermöglichen, namentlich Pakistan und Katar. "Das Abkommen kann den Weg nun zu einer Erholung auch der Weltwirtschaft und einer Stabilisierung der Region bahnen. Jetzt gilt es, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen."/bk/mfi/DP/stw

AXC0210 2026-06-15/16:39

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.