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Wiener Börse (Mittag) - ATX mit plus 2,6 Prozent weiter sehr fest / Leitindex weiter in Rekordlaune - Einigung zwischen den USA und dem Iran sorgt für Auftrieb - AT&S mit Kurssprung

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat am Wiener Aktienmarkt am Montag für merklichen Auftrieb gesorgt. Der heimische Leitindex ATX zog gegen 12.00 Uhr kräftig um 2,6 Prozent auf 6.421,42 Punkte an und zeigte sich damit erneut in Rekordlaune. Der breiter gefasste ATX Prime konnte sich ebenfalls deutlich um 2,6 Prozent auf 3.164,46 Zähler verbessern.

Auch die europäischen Leitbörsen zeigten sich einheitlich klar im Plus. Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärte US-Präsident Donald Trump. Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden.

Die Ölpreise gerieten zu Wochenbeginn merklich unter Druck und sorgen für weiter abnehmenden Inflationsdruck. Dies könnte vor den Zinsentscheiden, die in dieser Woche in den USA, Japan, Großbritannien und der Schweiz anstehen, perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern, hieß es von einem Marktbeobachter.

Unter den heimischen Einzelwerten zeigten sich die Anteilsscheine von AT&S mit einem Kurssprung um 27,6 Prozent. Das Unternehmen baut nach eigenen Angaben seine Produktion von KI-Substraten in einem Werk in Malaysia aus. Die erforderliche Investition von 1,5 bis 2 Milliarden Euro werde voraussichtlich vollständig durch langfristige Kundenzusagen gedeckt, die allerdings noch abschließend verhandelt und unterzeichnet werden müssten.

Auf Basis dieser Vereinbarungen erhöhte AT&S die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 und erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 45 bis 55 Prozent (bisher: 30 bis 35 Prozent) und eine EBITDA-Marge von 32 bis 37 Prozent (bisher: 25 bis 29 Prozent).

Zu den größeren Gewinnern zählten auch DO&CO mit plus 4,7 Prozent sowie FACC mit einem Anstieg um knapp sechs Prozent. Titel aus dem Reise- und Luftfahrtsektor fanden sich europaweit auf den Einkaufslisten der Investoren.

Auch die im ATX schwer gewichteten Bankaktien lagen klar im grünen Bereich. So zogen BAWAG um 3,2 Prozent an und Raiffeisen konnten sich um 2,6 Prozent steigern. Erste Group notierten zu Mittag 1,7 Prozent fester.

Der mögliche Frieden im Iran sorgt bei den Energiewerten hingegen für einen Dämpfer. So rutschten in Wien die Titel der OMV um 4,5 Prozent ins Minus. Verbund gaben um 1,6 Prozent nach und EVN lagen 0,5 Prozent tiefer.

ger/moe

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