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Wiener Börse (Mittag) - Iran-Hoffnung hebt ATX auf Rekordhoch / Trump und Iran stellen Rahmenabkommen in Aussicht - Bankaktien gesucht - Do&Co heben ab

Die Aussicht auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran hat dem ATX am Freitag zu einem neuen Rekordhoch verholfen. Am späten Vormittag stieg der österreichische Leitindex um 3,19 Prozent auf 6.266,57 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 3,12 Prozent auf 3.089,77 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld stiegen die Kurse an, der Brent-Ölpreis fiel zeitweise auf den tiefsten Stand seit Mitte März.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. Auch der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghaei bestätigte, dass ein entsprechender Text vor der Fertigstellung stehe.

Angesichts der neuen Hoffnungen griffen Anleger europaweit bei zyklischen Werten zu und davon profitierte der ATX. Stark gesucht waren die für den Leitindex wichtigen Bankaktien. Erste Group, BAWAG und RBI zogen jeweils zwischen 3,5 und 4,6 Prozent an. Sie hatten mit Beginn des Iran-Kriegs noch unter Stagflationssorgen gelitten, die nun weiter abnahmen. Marktbeobachter verwiesen zudem auf eine Versteilerung der Zinskurven. Dies spielt den Geldhäusern in die Karten, da deren Aktiva im Schnitt eine längere Laufzeit als deren Passiva haben.

Klare Aufschläge gab es auch bei den konjunktursensiblen und energieintensiven Industriewerten. Besonders deutlich kletterten Wienerberger um 7,3 Prozent hoch. voestalpine steigerten sich um 3,8 Prozent. Die allgemein gestiegene Risikofreude gab zudem der KI-Rally neue Nahrung - AT&S stiegen um 6,4 Prozent in Richtung ihres Allzeithochs vom Monatsanfang. Kursverluste von bis zu 1,7 Prozent verzeichneten dagegen Verbund und OMV, sie wurden von fallenden Energiepreisen belastet.

Do&Co zogen um weitere zehn Prozent auf 212,50 Euro an und näherten sich so wieder dem Niveau vor Beginn des Iran-Krieges an. Neben der Hoffnung auf eine Belebung des Flugverkehrs im Nahen Osten hatten die Titel zuletzt auch von Quartalszahlen profitiert. In Reaktion auf letztere hoben nun die Berenberg-Analysten ihr Kursziel von 260 auf 265 Euro an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. Der Caterer sei trotz Nahost-Unsicherheit gut aufgestellt, um robustes Wachstum zu erzielen und die Rentabilität zu steigern, begründete Berenberg-Experte Christoph Greulich.

EVN stachen im verhaltenen Sektorumfeld mit einem Zuwachs von drei Prozent auf 29,25 Euro positiv hervor. Die Erste Group hob ihr Kursziel für die Aktien von 35,50 auf 36,00 an und bestätigte die Kaufempfehlung. Der zuständige Experte Christoph Schultes erwartet fürs Gesamtjahr Ergebnisse am oberen Ende der vom Unternehmen prognostizierten Spanne.

spa/rst

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