Übernahmekampf mit Unicredit - Commerzbank-Betriebsrat plant Anzeige
Der hitzige Übernahmekampf zwischen
der Commerzbank
Die Unicredit hat Anfang Mai ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt und bekam dabei bis Donnerstag 11,22 Prozent aller Commerzbank-Aktien angedient. Damit würde der Anteil der Unicredit rechnerisch auf gut 37 Prozent steigen, zudem hat sie sich über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente.
Unicredit kommt bei Übernahme voran
Dass die Unicredit deutlich vor Ende der Übernahmefrist, die bis 16. Juni läuft und bis 3. Juli verlängert werden kann, so viele Aktien einsammelt, überrascht - ihre Offerte liegt unter dem Kurs der Commerzbank-Aktie. Zudem dienen Großinvestoren ihre Papiere meist erst kurz vor Ende der Übernahmefrist an.
"Ich habe wie viele Beschäftigte in der Commerzbank den Verdacht, dass der Kapitalmarkt damit bewusst in die Irre geführt werden soll", sagte Uebel. "Es soll der Eindruck erweckt werden, als habe Unicredit die Übernahme der Commerzbank schon so gut wie in der Tasche, doch dem ist nicht so", sagte er.
Die Commerzbank hat erst kürzlich die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet, weil sie bei Unicredit-Angaben ein falsches Spiel sieht. Die Frankfurter Bank kritisiert, die angedienten Aktien stammten überwiegend von Banken und mit ihnen verbundenen Parteien, von denen einige bekannte Gegenparteien von Unicredit für Finanzinstrumente seien - und keine unabhängigen Investoren. Die Unicredit hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Sie handle nach den gesetzlichen Anforderungen und stehe im transparenten Dialog mit der Bafin./als/DP/jha
ISIN DE000CBK1001 IT0005239360
AXC0089 2026-06-12/11:00
Relevante Links: Commerzbank AG, UniCredit S.p.A.