AKTIEN IM FOKUS: Analystenlob stützt Adidas kurz vor WM - Puma und Nike sinken
Angetrieben von einem positiven
Analystenkommentar der kanadischen Bank RBC sind die Aktien von
Adidas
Der Dax
RBC-Analyst Piral Dadhania fand lobende Worte für Adidas: Die Herzogenauracher böten inzwischen ein gut berechenbares Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche rangiere. Insofern sei die Aktienbewertung noch günstig.
Auch die US-Bank Citigroup äußerte sich generell positiv. Aus ihrer vierteljährlich durchgeführten Umfrage "Citi Athletic Survey" gehe hervor, dass in China die Bereitschaft der Konsumenten zunehme, Produkte von Adidas zu erwerben. Die Chinesen bevorzugten weiterhin internationale gegenüber einheimischen Marken, wobei die Präferenz für letztere aber zunehme. In Nordamerika und in Europa hingegen nehme die Kaufneigung für Adidas etwas ab.
Aktien des Wettbewerbers Puma
Dadhania ging zudem bei Nike
Derweil blicken Anleger von Sportartikelherstellern bereits seit Wochen gebannt auf die am Donnerstag startende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Alle drei Marken sind als Teamausrüster an Bord. Adidas dabei letztmals als Ausstatter der DFB-Mannschaft. Künftig werden die deutschen Trikots von Nike gestellt.
Kurz vor Beginn der Fußball-WM rechnet die US-Regierung trotz Diskussionen über hohe Reisekosten und die politische Lage im Land mit einem Besucherrekord. Die Weltmeisterschaft werde die bestbesuchte der Geschichte, sagte der US-Tourismusbeauftragte Nick Adams der Deutschen Presse-Agentur.
Jüngste Daten deuteten auf eine steigende Nachfrage hin, sagte Adams unter Verweis auf Zahlen des Dienstleisters Cirium. Fluggesellschaften schafften zwischen Juni und Oktober wegen der erwarteten Nachfrage rund eine Million zusätzliche Sitzplätze auf Verbindungen zwischen Europa und den USA.
Ob allerdings Anleger von der Fußball-WM dauerhaft profitieren können, sei fraglich, schrieb kürzlich Marc Decker, Co-Leiter Aktien bei Quintet, der Muttergesellschaft der Privatbank Merck Finck. Zwar erziele der Fußball-Weltverband FIFA Milliardenerlöse, während die Unternehmen ihre Marken global emotional aufladen könnten. Studien und Marktanalysen zeigten jedoch, dass sich diese Aufmerksamkeit nur begrenzt in nachhaltigen Aktienkursgewinnen niederschlägt.
Die Gründe dafür liegen Decker zufolge auf der Hand: Für global diversifizierte Konzerne seien die direkten finanziellen Effekte einer WM häufig zu klein, um die fundamentale Bewertung entscheidend zu verändern. Zudem würden erwartbare Umsatzimpulse von den Märkten meist frühzeitig eingepreist. Investoren reagierten letztlich stärker auf Margenentwicklung, Wachstumsperspektiven oder Zinserwartungen als auf sportliche Großereignisse./la/edh/stk
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