Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit fast drei Monaten
Der Goldpreis
Seit Mitte Mai steht der Goldpreis tendenziell unter Verkaufsdruck, wobei sich die Talfahrt in den vergangenen Tagen beschleunigt hat. Hintergrund sind Spekulationen auf Zinserhöhungen durch große Notenbanken. Diese sorgen für höhere Renditen am Markt für Staatsanleihen und belasten den Goldpreis. Weil das Edelmetall keine Marktzinsen abwirft, setzen Anleger mit der Aussicht auf steigende Zinsen verstärkt auf Staatsanleihen und machen einen Bogen um Gold.
Rohstoffanalyst Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies am Vortag auf einen "kräftigen Abfluss" aus mit physischem Gold hinterlegten Wertpapieren am Freitag. Ein robuster Arbeitsmarktbericht der US-Regierung hatte die Spekulation auf einen steigenden Leitzins durch die US-Notenbank Fed verstärkt.
Im weiteren Handelsverlauf könnten US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen. Auf dem Programm stehen die Inflationsdaten für Mai, die an den Finanzmärkten stark beachtet werden. Sollte die Inflation höher als erwartet ausfallen, verstärkt sich der Handlungsdruck für die US-Notenbank. Dann "dürfte der Goldpreis weiter nachgeben", lautete die Einschätzung von Fritsch.
In den vergangenen Jahren war der Goldpreis stark gestiegen, angetrieben durch eine Kombination aus Käufen durch Zentralbanken, geopolitischer Unsicherheit und einem schwindendem Vertrauen in die Reservewährung Dollar. Im Januar hatte der Goldpreis ein Rekordhoch erreicht, als die Notierung zeitweise bis auf 5.595 Dollar je Feinunze gestiegen war./jkr/jsl/jha/
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AXC0110 2026-06-10/11:33