dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 09.06.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP 2: iPhones in EU ohne KI-Siri - Apple greift EU-Kommission
an
CUPERTINO - Apple wirft der EU-Kommission vor, mit
Forderungen nach einer vollständigen Öffnung seiner iPhones und
iPads für KI-Assistenten anderer Anbieter die Privatsphäre der
europäischen Nutzer zu gefährden. Der Konzern entschied, stattdessen
die neue Version seiner Assistenzsoftware Siri mit Künstlicher
Intelligenz auf iPhone und iPad nicht in der Europäischen Union
verfügbar zu machen. Auf Mac-Computern und der Computer-Brille
Vision Pro werden auch europäische Nutzer darauf zugreifen können,
weil Apple in diesen Segmenten nicht als "Gatekeeper" mit viel
Marktmacht eingestuft wurde.
BASF-Chef warnt vor neuem Ölpreisschock wegen Iran-Krieg
FRANKFURT - BASF -Chef Markus Kamieth warnt vor einem
neuen Ölpreisschock wegen des Iran-Kriegs. "Bei Öl kommen wir jetzt
langsam an den Punkt, wo die Reserven jetzt auch langsam mal
verbraucht sind", sagte Kamieth im Internationalen Club Frankfurter
Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Wenn die Straße von Hormus nicht
bald öffne, könnte es in der zweiten Jahreshälfte "nochmal einen
Preisschock auch bei Öl und bei raffinierten Produkten geben".
GSK will in Milliardendeal US-Krebsspezialisten Nuvalent übernehmen
LONDON/BOSTON - Der britische Pharmakonzern GSK baut
sein Onkologiegeschäft mit der milliardenschweren Übernahme des
US-Biotechunternehmens Nuvalent weiter aus. Dazu will
GSK innerhalb von zehn Geschäftstagen ein öffentliches
Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Stammaktien zu einem
Stückpreis von 124 US-Dollar unterbreiten. Der gesamte Wert der
Transaktion belaufe sich auf rund 10,6 Milliarden Dollar (9,2 Mrd
Euro), teilte GSK am Dienstag mit. Den Angaben zufolge entspricht
die Offerte einem Aufschlag von 26 Prozent auf den
volumengewichteten Durchschnittskurs der vergangenen 30
Kalendertage.
Tonies verlängert Vertrag von Vorstandschef Tobias Wann
LUXEMBURG - Der Spielwarenhersteller Tonies soll auch
in den nächsten drei Jahren von Vorstandschef Tobias Wann geführt
werden. Der Aufsichtsrat habe das Mandat von Wann bis Ende 2029
verlängert, teilte das im Kleinwerteindex SDax
gelistete Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mit.
SAN FRANCISCO - Das Trio der erwarteten Mega-Börsengänge von
Tech-Unternehmen ist komplett: Auch der ChatGPT-Erfinder OpenAI hat
nun eine Aktienplatzierung beantragt. Ähnlich wie beim Rivalen
Anthropic bleiben Details des vertraulichen Antrags aber zunächst
unter Verschluss. OpenAI betonte zudem, dass es bis zu dem
Börsengang noch dauern könne. Denn es erleichtere einige
geschäftliche Dinge, nicht an der Börse notiert zu sein.