Wiener Börse startet fester - ATX mit plus 0,71 Prozent / Entspannung im Nahen Osten unterstützt Anlegerstimmung
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Der Wiener Aktienmarkt ist mit klaren Gewinnen in den Tag gestartet. Der heimische Leitindex ATX gewann am Dienstag rund 50 Minuten nach Handelsstart 0,71 Prozent auf 6.048,56 Punkte. Der ATX Prime legte 0,64 Prozent auf 2.986,48 Zähler zu. Auch an den wichtigsten europäischen Börsen war mehrheitlich eine Aufwärtstendenz wahrzunehmen.
Für Beruhigung sorgt derzeit, dass US-Präsident Donald Trump den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt hat. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump am Dienstag. Zudem wurden nach den Worten des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanyahu die Angriffe auf den Iran eingestellt.
Die Augen sind heute konjunkturell auf die USA gerichtet. Dort steht am frühen Nachmittag die Handelsbilanz zur Veröffentlichung an. "Es wird weiterhin mit einem deutlichen Fehlbetrag gerechnet. Darauf hatte bereits der Saldo der Warenbilanz hingewiesen", schreiben die Analysten der Helaba in einem Bericht. "Großen Einfluss auf die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden die heutigen Veröffentlichungen aber wohl nicht haben. Die Zinserwartungen sind seit dem starken Arbeitsmarktbericht am Freitagnachmittag deutlich gestiegen und inzwischen ist ein Zinsschritt im Dezember vollständig eingepreist", schreiben die Experten in ihrem Kommentar.
In Österreich war die Nachrichtenlage noch ruhig. An der Spitze des ATX prime finden sich einmal mehr AT&S mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent. Bereits gestern waren die Papiere des Halbleiterherstellers mit Zuschlägen von 4,2 Prozent die Topperformer. Gut läuft es auch für die schwergewichteten Bankenwerte. Erste Group legten 1,8 Prozent, Raiffeisen Bank International (RBI) 1,7 und BAWAG 0,3 Prozent zu. Uniqa gewannen ebenso 1,5 Prozent und bestätigten damit den europäischen Trend. Dort ist nämlich der Stoxx Europe 600 Insurance mit plus 1,0 Prozent derzeit der stärkste Sektor.
Tiefer steht der Stoxx Europe 600 Oil&Gas, der angesichts sinkender Ölpreise 0,6 Prozent verliert. Dementsprechend verlor die OMV bisher 0,2 Prozent.
Schlusslicht im ATX prime sind die CA Immo mit minus 1,8 Prozent. SBO geben dahinter 1,4 Prozent ab.
moe/ste
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