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Deutsche Anleihen: Kursverluste - Höherer Ölpreis belastet

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag belastet durch höhere Ölpreise nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel um 0,16 Prozent auf 125,33 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,05 Prozent.

Die Lage im Nahen Osten verschärfte sich zunächst erneut. Dies belastete die Kurse. Iran und Israel haben sich das erste Mal seit der im April zwischen Teheran und Washington vereinbarten Waffenruhe gegenseitig angegriffen. Damit drohte auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. Im Tagesverlauf entspannte sich die Lage. Israel will nach Medienberichten die Angriffe einstellen. Zuvor hatte Irans Militärführung die Angriffe auf Israel für beendet erklärt.

Die zwischenzeitlich deutlich gestiegenen Ölpreise schürten erneut Inflationserwartungen. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben wird.

Schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den deutschen Anleihemarkt kaum. So sind die deutschen Industrieaufträge im April stärker gesunken als von Volkswirten erwartet. "Der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Geschäftsklima lässt keine baldige Erholung erwarten", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. "Vielmehr dürfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal etwas schrumpfen. Der Nahost-Krieg fordert seinen Tribut."/jsl/jha/

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AXC0276 2026-06-08/17:41

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