Aktien Europa: EuroStoxx wieder moderat im Plus - Lage in Nahost undurchsichtig
Der EuroStoxx 50 hat
sich am Donnerstag nach seinen jüngsten Verlusten stabilisiert. Der
Leitindex der Eurozone legte am Mittag um 0,3 Prozent auf 6.071
Punkte zu.
Der Londoner FTSE 100 sank um 0,4 Prozent auf 10.293
Punkte. Für den Züricher SMI wiederum ging es um 0,5
Prozent auf 13.282 Punkte bergauf.
Die Lage im Nahen Osten blieb derweil undurchsichtig. So haben sich
Israel und der Libanon nach Angaben des US-Außenministeriums auf
einen neuen Anlauf zur Umsetzung der bisher faktisch kaum wirksamen
Waffenruhe geeinigt. Doch bereits am Morgen gab es neue libanesische
Berichte über gezielte Drohnenangriffe der israelischen Armee im
Südlibanon.
Mit Blick auf einzelne Sektoren taten sich nach der jüngsten Rally
rund um Künstliche Intelligenz Halbleiterwerte schwer. Am Vorabend
konnte der US-Technologieindex Nasdaq 100 seinen
Höchststand nicht halten und schloss am Ende im Minus. Nachbörslich
hielt dann der Ausblick des KI-Riesen Broadcom den
extrem hohen Erwartungen nicht ganz Stand.
Entsprechend ließen Europas Highflyer ASML , Infineon
und STMicro Federn. Die Papiere fielen
zwischen zwei und fünf Prozent. ASML war tags zuvor zur wertvollsten
Aktie Europas aller Zeiten avanciert.
In Paris zogen die Anteilsscheine des Spirituosenherstellers Remy
Cointreau nach der Präsentation der Jahresbilanz um
gut zehn Prozent an. Analystin Celine Pannuti von der US-Bank
JPMorgan lobte die Ergebnisse und rechnet mit einem Anstieg der
Markterwartungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Auch der Ausblick sei ermutigend mit der erwarteten Rückkehr zu
nachhaltigem Wachstum aus eigener Kraft.
Für die Papiere von Universal Music (UMG) ging es in
Amsterdam um fast sieben Prozent nach unten. Die vom US-Investor
Bill Ackman geführte Pershing Square Capital
verkaufte ihre Beteiligung an dem Musikunternehmen. Zuvor hatte
dieses ein Übernahmeangebot des Hedgefonds-Milliardärs
abgelehnt./la/jha/