OECD warnt vor Überkapazitäten im Stahlsektor
Die Industriestaatenorganisation OECD warnt vor einer Belastung der Weltmärkte durch Überkapazitäten im Stahlsektor. Wie es in einem Bericht der in Paris ansässigen Organisation heißt, steigen diese Überkapazitäten global weiter an. Zurückzuführen sei das auf stärkere Subventionen in einigen Volkswirtschaften außerhalb der OECD, etwa in China.
Im vergangenen Jahr exportierten chinesische Hersteller demnach 131 Millionen Tonnen Stahl und damit mehr als im gleichen Jahr insgesamt in der Europäischen Union produziert wurden. Chinesische Hersteller erhielten deutlich höhere Subventionen als Produzenten in anderen Ländern, so der Bericht. Die OECD vermutet, dass die Überkapazitäten weltweit bis 2028 bei 745 Millionen Tonnen liegen werden. Das wären gut 300 Millionen Tonnen mehr, als derzeit überhaupt im OECD-Raum an Stahl produziert werde.
OECD-Chef Mathias Cormann forderte eine stärkere internationale Zusammenarbeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Stahlhersteller. "Stahlüberkapazitäten werfen für alle Probleme auf. Sie verzerren globale Märkte, belasten die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit und schaffen Negativanreize für Innovation und Nachhaltigkeit."/rbo/DP/jha
ISIN DE0007500001 DE0006202005 LU1598757687
AXC0089 2026-06-04/12:25
Relevante Links: Salzgitter AG, ThyssenKrupp AG, ArcelorMittal S.A.