Aktien Frankfurt Ausblick: Leichter Dämpfer für den Dax - Spannungen in Nahost
Nach dem freundlichen Vortagesschluss dürfte
der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch zur Eröffnung etwas einknicken.
Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax
als außerbörslicher Indikator für den Dax
einen Rückgang von 0,4 Prozent auf 25.026 Punkte. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls ein
wenig tiefer erwartet.
Die Lage im Iran-Krieg bleibt unklar. US-Präsident Trump bekräftigte
am Vorabend ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die
Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über einen
Rahmenvertrag andauern. Aus dem Iran verlautete, dass seit Tagen
keine Gespräche mehr stattfänden. In der Nacht auf Mittwoch
lieferten sich beide Seiten die schwersten Feuergefechte seit Beginn
der Waffenruhe. Die Ölpreise legten am Morgen zu - eher ein
Unsicherheitsfaktor für den Markt.
Davon ungeachtet setzte der japanische Nikkei 225 seine Rekordjagd fort und schloss sich damit weiteren
Höchstständen an der Wall Street an. Die Anleger konzentrierten sich
fast nur noch auf die Chancen des Boomthemas KI und verdrängten eine
zunehmende Anzahl konjunktureller Warnsignale, bemerkte Marktexperte
Stephen Innes. Die Welt, die derzeit auf eine KI-getriebene Zukunft
setze, sei abhängig von endlichen Energieressourcen, fragilen
Handelsrouten und physischer Infrastruktur, die sich nicht einfach
durch Software ersetzen ließen.
Unter den Einzelwerten könnten die Aktien von BASF im
Fokus stehen. Die EU-Kommission genehmigte den Verkauf des
Lacke-Geschäfts des Chemiekonzerns an den US-Finanzinvestor Carlyle
unter Auflagen. BASF rechnet mit einem Abschluss der Transaktion im
Volumen von 7,7 Milliarden Euro noch in diesem Jahr. Die Titel der
Ludwigshafener gaben im vorbörslichen Handel leicht nach.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs stufte die Aktien von Ströer
von "Neutral" auf "Sell" ab. Das Verbraucherumfeld in
Deutschland trübe sich ein, was das Geschäft mit Außenwerbung
bremsen dürfte, schrieb Analyst James Tate. Er geht zwar davon aus,
dass Ströer weitere Marktanteile gewinnt, wurde zunächst aber
zurückhaltender für den Geschäftsverlauf. Die Ströer-Anteilsscheine
sackten auf der Handelsplattform Tradegate zuletzt um 4,0 Prozent
ab.
Die Privatbank Berenberg nahm die Bewertung von Douglas
mit einer Kaufempfehlung auf. Analyst Michael Heider
attestierte der Parfümeriekette "schöne Barmittelzuflüsse". Das
Verhältnis zwischen Chancen und Risiken bei der Aktie findet er
reizvoll und die Bewertung attraktiv. Für die Douglas-Papiere ging
es auf Tradegate um 3,5 Prozent nach oben./edh/stk