dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 02.06.2026 - 15.15 Uhr
Google-Mutter Alphabet mit Mega-Kapitalerhöhung für KI-Ausbau -
Berkshire-Anteil
MOUNTAIN VIEW - Die Google-Konzernmutter Alphabet
will sich für den Ausbau ihrer KI-Rechenzentren viel Geld über eine
Kapitalerhöhung ins Haus holen. Das Unternehmen will für 80
Milliarden US-Dollar (69 Mrd Euro) neue Aktien verkaufen. Dies
kündigte der Konzern am Montagabend nach US-Börsenschluss an. Die
geplante Kapitalerhöhung dürfte damit eine der größten aller Zeiten
sein. Im Zuge des Deals übernimmt auch die Beteiligungsgesellschaft
Berkshire Hathaway von US-Investorenlegende Warren
Buffett Papiere für 10 Milliarden Dollar. Die Alphabet-Aktie legte
im nachbörslichen US-Handel zunächst zu, verlor dann aber
schließlich rund zwei Prozent im Vergleich zum Schlusskurs.
IPO: OpenAI-Rivale Anthropic will an die Börse
SAN FRANCISCO - Die KI-Firma Anthropic, die der schärfste Rivale des
ChatGPT-Entwicklers OpenAI ist, nimmt Kurs auf die Börse. Ein Antrag
für eine Aktienplatzierung wurde zunächst vertraulich eingereicht,
wie Anthropic mitteilte. Damit bleiben Geschäftsinformationen
zunächst unter Verschluss, während die Unterlagen von der
US-Börsenaufsicht SEC geprüft werden.
STMicro verdoppelt seine Umsatzprognosen für Rechenzentren wegen
KI-Boom
GENF - Der anhaltende KI-Boom beflügelt auch den Chipkonzern
STMicroelectronics . Das Management verdoppelt deshalb
laut einer Mitteilung vom Dienstag seine Prognose für den Umsatz mit
Rechenzentren in diesem Jahr nahezu und rechnet nunmehr mit Erlösen
von rund einer Milliarde US-Dollar (ca 860 Mio Euro). Zuvor hatte
der Halbleiterhersteller für dieses Geschäft noch einen Betrag von
"deutlich über 500 Millionen US-Dollar" in Aussicht gestellt.
KI-Boom treibt HP Enterprise an - Umsatzziele deutlich angehoben
HOUSTON - Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat wegen
der starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur seine Umsatzziele
deutlich angehoben. Die Erlöse sollen im Geschäftsjahr 2025/26 (bis
Ende Oktober) nun um 29 bis 33 Prozent zulegen, wie der Server- und
Speicherlösungs-Spezialist bereits am Montag nach US-Handelsschluss
in Houston mitteilte. Zuvor lag die ausgegebene Spanne noch bei 17
bis 22 Prozent Umsatzplus. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte der
Konzern einen Erlös von 34,3 Milliarden Dollar (rund 29,5 Milliarden
Euro) erzielt. Für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet das Management
dann noch ein Wachstum im Bereich von 8 bis 12 Prozent. Beide Ziele
liegen deutlich über den Erwartungen von Branchenexperten.
Kreise: Unicredit überschreitet Commerzbank-Anteil von 30 Prozent
MAILAND/FRANKFURT - Die Unicredit hat mit ihrer
Übernahmeofferte für die Commerzbank laut Insidern
die wichtige Marke von 30 Prozent überschritten.
Commerzbank-Aktionäre hätten den Italienern inzwischen so viele
Anteile angedient, dass die direkte Beteiligung der Unicredit von
zuletzt knapp 26,8 Prozent auf mehr als 30 Prozent steige,
berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag und berief
sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Der Kurs der
Commerzbank-Aktie lag nach den Neuigkeiten am Morgen mit rund 1,5
Prozent im Plus bei 37,52 Euro.
Tschechischer Rüstungskonzern CSG baut Anteil an Alzchem deutlich
aus
TROSTBERG - Der tschechische Rüstungskonzern CSG (Czechoslokav
Group) hat seinen Anteil am deutschen Spezialchemie-
und Sprengstoffhersteller Alzchem deutlich erhöht.
Die Tschechen hätten der Gesellschaft über das Tochterunternehmen
Staluna Trade einen Anteil an den Stimmrechten von 9,9 Prozent
gemeldet, teilte Alzchem am Dienstag in Trostberg mit. Zusätzlich
habe sich CSG über Finanzinstrumente Zugriff auf 10,2 Prozent der
Anteile gesichert - damit ergebe sich ein Anteil von
zusammengenommen 20,1 Prozent. Bisher lag der für Staluna auf der
Alzchem-Webseite aufgeführte Anteil bei 9,2 Prozent. Die im SDax
notierte Alzchem-Aktie legte im frühen Handel um 5,45
Prozent zu.