ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax nimmt Fahrt auf - Gute US-Vorgaben
Gestützt von weiteren Höchstständen an den
US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zugelegt. Der Dax
stieg im frühen Handel um 1,1 Prozent auf 25.267
Punkte. Tags zuvor hatte der Leitindex mit einer Tagesspanne von 400
Punkten erheblich um die runde Marke von 25.000 Punkten geschwankt.
Der MDax mit den mittelgroßen Börsenunternehmen
gewann am Dienstag 1,0 Prozent auf 33.220 Zähler. Für den
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,0
Prozent nach oben.
Die seit Wochen erhoffte nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen
den USA und dem Iran lässt immer noch auf sich warten. Immerhin wird
aber weiter verhandelt, US-Präsident Trump sprach sogar von einem
"schnellen Tempo". Die Ölpreise gaben am Dienstag im frühen Handel
wieder etwas nach.
"Die Anleger hierzulande scheinen derzeit jede geopolitische
Nachricht vorsorglich auf die Goldwaage zu legen", bemerkte
Marktanalyst Timo Emden. Im Gegensatz zur Wall Street fehle dem
deutschen Aktienmarkt ein durchschlagendes Zukunftsthema. Während
jenseits des Atlantik die KI-Fantasie viele Anleger beinahe
elektrisiere und die Kurse vieler Technologiewerte antreibe,
überwiege diesseits die Skepsis, konstatierte der Experte.
Die Aktien von Infineon setzten ihre KI-getriebene
Kursrally fort und erreichten einen weiteren Höchststand seit dem
Jahr 2000. Sie kletterten an der Dax-Spitze um weitere 5,6 Prozent,
womit sich der Kursgewinn im laufenden Jahr bereits auf rund 125
Prozent summiert. Der niederländische Chipkonzern STMicro
hatte sein Umsatzziel für das Geschäft mit
Rechenzentren nach oben geschraubt.
Ansonsten sorgten zunächst vor allem Analystenkommentare für
Bewegung. So schnellten die Aktien von Salzgitter um
6,0 Prozent auf 65,25 Euro nach oben und erklommen den höchsten
Stand seit mehr als 16 Jahren. Zuvor hatte die US-Investmentbank
Morgan Stanley die Papiere des Stahlkonzerns von "Equal-weight" auf
"Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 45,50 auf 70,80 Euro
angehoben.
Zudem gaben die Analysten von Kepler Cheuvreux eine Kaufempfehlung
für die Anteilsscheine der DHL Group ab. Die Papiere
der Bonner stiegen um 3,1 Prozent auf ein Hoch seit vier Jahren. Die
Anleger unterschätzten das Gewinnpotenzial im Expressgeschäft, hieß
es.
Zu den schwächsten Werten im Dax gehörten die Titel von Siemens
Energy mit minus 0,2 Prozent. Der
Energietechnikkonzern gab die Übernahme der nordirischen Camlin
Group bekannt. Das Technologieunternehmen, das auf die Überwachung,
Digitalisierung und Optimierung von kritischer Energie- und
Bahninfrastruktur spezialisiert ist, erwirtschaftete zuletzt einen
Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro./edh/zb