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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gibt leicht um 0,22 Prozent nach / Konflikt zwischen Israel und Libanon im Fokus - Aktien von Stromversorgern gesucht

Die Wiener Börse hat sich am Montagnachmittag mit leichten Verlusten gezeigt. Der heimische Leitindex ATX fiel im Verlauf um 0,22 Prozent auf 6.135,40 Punkte. Der ATX Prime verlor 0,21 Prozent auf 3.032,92 Zähler. Im Iran-Krieg zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. UNIQA-Aktien waren nach einer leichten Kurszielerhöhung durch die Berenberg Bank gut gesucht.

Positive Nachrichten im Konflikt zwischen den USA und dem Iran waren zu Wochenbeginn rar gesät. Mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen im Libanon und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut eskaliert der Krieg in dem kleinen Mittelmeerland hingegen weiter. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, die israelischen Angriffe im Libanon verzögerten auch den diplomatischen Prozess zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Eine Waffenruhe im Libanon sei ein integraler Bestandteil jeder Vereinbarung. Die EU rief Israel dazu auf, die "militärische Eskalation" im Libanon zu beenden.

Die Ölpreise zogen am Montag wieder deutlich an. Die Inflationserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher in den Euro-Ländern sind daher weiter hoch. Im Mittel rechneten die Menschen im April für die kommenden zwölf Monate mit einer Teuerungsrate von unverändert 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag zu der von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen im Euroraum wuchs indes im April so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Sie erhöhte sich laut EZB um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im März war das Plus noch bei 3,2 Prozent gelegen. Die Daten werden kurz vor einer in der kommenden Woche erwarteten Zinserhöhung durch die EZB veröffentlicht. Die Währungshüter beobachten die Kreditentwicklung genau, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität ist.

Unternehmensseitig gab es im Verlauf kaum nennenswerte Impulse. Nach Vorlage von Zahlen am Freitag setzten die Analysten der Berenberg Bank ihr Kursziel für die UNIQA-Aktien von 19,60 auf 20,00 Euro nach oben. Gleichzeitig wurde das Anlagevotum "Buy" für die Titel bestätigt. Analyst Michael Huttner geht davon aus, dass der Versicherungskonzern von Kosteneinsparungen profitieren wird. Am Montag stiegen die UNIQA-Werte um 2,1 Prozent auf 17,52 Euro.

Gesucht waren auch die Aktien von Stromversorgern. EVN kletterten um 3,19 Prozent. Verbund-Werte legten um 1,56 Prozent zu.

Verluste gab es hingegen für voestalpine (-1,57 Prozent), SBO (-1,32 Prozent) und VIG (1,27 Prozent). Im prime market fielen die FACC-Werte um 3,08 Prozent. Wobei ein Teil der Verluste auch darauf zurückzuführen ist, dass die Aktien ex Dividende gehandelt werden.

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