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Wiener Börse (Mittag) - ATX nimmt wieder Kurs auf Rekordhoch / Hoffnung auf Fortschritte im Nahen Osten - UNIQA und CPI Europe mit Zahlen

Angesichts neuen Optimismus über Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat sich der ATX am Freitag wieder seinem zwei Tage zuvor erreichten Rekordhoch angenähert. Bis zum späten Vormittag stieg der österreichische Leitindex um 1,67 Prozent auf 6.143,36 Punkte. Auf Wochensicht deutet sich für das Börsenbarometer ein Plus von 2,7 Prozent an, und auch die Mai-Bilanz dürfte mit einem Zuwachs von gut sechs Prozent sehr positiv ausfallen.

Für den ATX Prime ging es zum Wochenausklang um 1,62 Prozent auf 3.036,00 Zähler hinauf. Auch im europäischen Umfeld nahmen die Aktienmärkte im Vormittagsverlauf an Schwung auf. Die Ölpreise gaben im Gegenzug nach.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Am Nachmittag stehen noch Inflationsdaten aus Deutschland auf der Agenda. Bereits am Vormittag veröffentlichte Daten aus Bundesländern signalisierten angesichts der wegen des Tankrabatts gesunkenen Benzinpreise eine rückläufige Inflation im Mai. In Frankreich, Italien und Spanien zog die Inflation im Mai unterdessen weiter an. Unternehmensseitig standen vor dem Wochenende noch UNIQA und CPI Europe mit Zahlenvorlagen im Fokus.

UNIQA verzeichnete einen Zuwachs von 1,3 Prozent. Der Versicherer steigerte Umsatz und Gewinn, wobei die verrechneten Prämien um deutliche 14 Prozent zulegten. Den Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. Erste-Analyst Thomas Unger bezeichnete das Zahlenwerk in einer ersten Reaktion als "solide" und verwies auf das saisonal starke Rückversicherungssegment.

CPI-Aktien stiegen um 2,5 Prozent. Der Immobilienkonzern (früher Immofinanz) hat im ersten Quartal das Konzernergebnis - nicht zuletzt aufgrund von Bewertungen - mehr als verdoppelt. Das Ergebnis stieg auf 105,5 Mio. Euro, nach 47,5 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Unter den Schwergewichten legte Erste Group am stärksten um zwei Prozent zu. Ansonsten erholten sich EVN und VIG um 0,7 respektive zwei Prozent auf die negative Reaktion auf Zahlen vom Vortag. Gesucht waren zudem erneut Porr mit plus sechs Prozent. Auch DO&Co stiegen angesichts der Entspannungssignale im Nahen Osten um überdurchschnittliche 3,2 Prozent. AT&S markierte im Verlauf ein weiteres Rekordhoch und lag zuletzt zwei Prozent im Plus.

spa/rst

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